Aktion Scharf gegen Jihadisten

Terrorismus

Aktion Scharf gegen Jihadisten

Viele Schusswechsel, Explosionen, bewaffnete Spezialeinheiten im Kampf gegen den Terror: Eine Woche nach dem Massaker von Paris griff die Polizei bei Razzien in mehreren europäischen Städten gegen Jihadisten hart durch. Bilanz: Zwei Tote und 30 Verhaftungen.

Schauplatz 1: Zwei Tote bei Terror-Einsatz in Belgien
Schauplatz 1, Belgien, Donnerstagabend: Kurz vor 18 Uhr stürmten Spezialkräfte (wie berichtet) eine Terrorzelle in der ostbelgischen Stadt Verviers. Drei junge Syrien-Rückkehrer feuerten mit Kalaschnikows, die Polizei schoss zurück. Zwei Jihadisten starben. Der Schlag der Polizei gegen die Terroristen erfolgte „Fünf vor Zwölf“.

Eric van der Sypt von der Staatsanwaltschaft: „Die Terroristen planten einen großen Anschlag, es bestand unmittelbare Gefahr.“ Die Polizei sicherte schwere Waffen, Munition, Sprengstoffe, Polizeiuniformen und falsche Dokumente. „Ihr Terrorziel war ein Polizeikommissariat oder Polizisten auf Patrouillen“, so Sprecher van der Sypt.

Offenbar wollten die Terroristen, getarnt als Polizisten, morden. Bei landesweiten Aktionen wurden insgesamt 13 Personen verhaftet. Die Polizei geht von einer internationalen Terrorzelle aus.

Schauplatz 2: Unzählige Festnahmen in Frankreich
Zeitgleich in Frankreich: „Aktion scharf“ der französischen Polizei eine Woche nach Paris, Suche nach möglichen Komplizen der Attentäter. Spezialkräfte verhafteten zwölf Verdächtige, acht Männer und vier Frauen. „Sie stammen aus dem Großraum Paris, sind polizeibekannt“, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve. Die Polizei ermittelt jetzt, ob ein Zusammenhang zum Massaker besteht, ob Waffen an die Verdächtigen geliefert oder sie logistisch unterstützt wurden.

Schauplatz 3: Razzien in Wolfsburg und in Berlin
Anti-Terror-Offensive auch in Deutschland: Donnerstagabend spürten Beamte den mutmaßliche Terroristen Ayoub B. (26) in Wolfsburg auf. Bei seiner Festnahme reckte er den Zeigefinger in die Luft – das Erkennungszeichen von ISIS. Er soll in IS-Terrorcamps ausgebildet worden sein. Freitagfrüh in Berlin, Großrazzia. Elf Wohnungen wurden gefilzt, zwei Türken verhaftet. Einer ist Ismet D, genannt „Emir“, er soll 30 Personen in einer Moschee radikalisiert haben. Sicherheits-Experte Rolf Tophoven: „Es gilt erhöhte Terror-Gefahr.“

(prj)

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