Bei Landung

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Alexander Kahane überlebt Flugzeug-Crash mit 2 Toten

Bei der verunglückten Maschine handelt es sich um eine Falcon 10, die am Donnerstag kurz nach 15.00 Uhr in Wien gestartet war. Bei der Landung auf dem Flughafen Samedan etwas mehr als eine Stunde später prallte sie gegen eine Schneemauer. Der zweimotorige Business-Jet wurde dabei auseinandergerissen.

Bei den Toten handelt es sich um den 69-jährigen Piloten und den 41 Jahre alten Co-Piloten. Sie stammen laut Bündner Kantonspolizei aus dem "Großraum Wien". Der Verwaltungsratspräsident der Jungbunzlauer Holding AG, Alexander Kahane, überlebte mit schweren Verletzungen. Der 54-Jährige erlitt mehrere Rippenbrüche sowie Hand- und Beinverletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Es ist damit zu rechnen, dass Kahane in wenigen Wochen seine Funktionen wieder in vollem Umfang aufnehmen kann, so seine PR-Agentur.

In einer ersten Aussendung gab die Familie Kahane sowie die Jungbunzlauer Gruppe und die Gutmann Gruppe bekannt, dass sie über den tragischen Tod der beiden Piloten, die Alexander Kahane seit Jahren begleitet haben, tief bestürzt sind. Ihr "tiefes Mitgefühl gilt den Familien der Verstorbenen", so die Aussendung.

Samedan ist der höchstgelegene Flugplatz Europas. Dort hatte es bereits am Freitag vergangener Woche einen Unfall bei einer Landung gegeben: Der Pilot eines privaten Business-Jets hatte die Maschine nach dem Aufsetzen nicht zum Stillstand gebracht. Das Flugzeug rutschte über die Piste hinaus, verletzt wurde niemand.

Hintergrund:

Emil Alexander Kahane (53) ist ein Erbe des österreichischen Industriegründers Karl Kahane. Der öffentlichkeitsscheue Banker - es existieren kaum öffentlich zugängliche Fotos - ist Verwaltungsratspräsident der Jungbunzlauer und sitzt im Aufsichtsrat der Gutmann Bank, aber auch im Beirat des Bruno Kreisky-Forums. Sein 1993 verstorbener Vater Karl galt als enger Vertrauter des früheren Bundeskanzlers.

Der "trend" reiht Kahane und seine Schwester Patricia an Stelle elf der hundert reichsten Österreicher mit einem geschätzten Vermögen von 2 Mrd. Euro.

Der am 1. Mai 1955 geborene Emil Alexander Kahane ist Verwaltungsratschef einer Basel sitzernden Holding, zu der der Zitronensäure-Herstellers Jungbunzlauer gehört, der in Laa/Thaya eine Fabrik betreibt. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Privatbank Gutmann am Wiener Schwarzenbergplatz, die auf Vermögensverwaltung für betuchte Kunden spezialisiert ist. Die Gutmann-Bank hat Tochterfirmen in Prag und Budapest und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter. Die Kahanes steuern ihr Imperium über ihre Holding im eidgenössischen Chur.

Vater Karl (1920 bis 1993) war ein Unternehmer, wirtschaftspolitischer Berater und enger Freund des 1990 verstorbenen Bundeskanzlers Bruno Kreisky. Den Kahanes gehörten über die Montana-Gruppe traditionsreiche heimische Industriebetriebe wie die Donau-Chemie, der Baustoffproduzent Terranova und die in der RHI aufgegangenen Veitscher Magnesitwerke. Die Ausschüttungen und spätere Verkaufserlöse machten die Kahanes "zu einer der reichsten Wirtschaftsdynastien des Landes", schreibt das "Format" in seiner aktuellen Ausgabe.

Ein kleinerer Teil der Gutmann- und Jungbunzlauer-Ausschüttungen fließt in die Karl-Kahane-Stifung, aus deren Mitteln u.a. palästinensische Fachärzte geschult werden. Firmenpatriarch Karl Kahane soll hinter den Kulissen Kreiskys Politik der Vermittlung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern mitbeeinflusst haben.

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