Anschlag auf ÖBB am Ostbahnhof

Glück gehabt

© BPD Wien

Anschlag auf ÖBB am Ostbahnhof

Irre Täter haben Propangasflaschen auf die Schienen in der Nähe der Gudrunstraße montiert. Der Zug hat sie zum Glück zur Seite geschleudert.

Wie erst jetzt bekannt wurde, entging in der Nacht auf vergangenen Sonntag ein ÖBB-Zugführer nur knapp einer Katastrophe. Als er vom Ostbahnhof Richtung Simmering mit einem Lokzug – ohne Passagiere – unterwegs war, bemerkte er kurz vor der Gudrunstraße einen lauten blechernen Knall, den er sofort meldete.
"Bei einer Aufklärungsfahrt gegen 0.30 Uhr entdeckten die ÖBB-Mitarbeiter zwei zerbeulte Gasflaschen und alarmierten die Polizei. Einzelne Züge wurden sicherheitshalber umgeleitet“, berichtet Herbert Ofner, Sprecher der ÖBB.

"Hätte anders ausgehen können"

Als die Polizisten eintrafen, zischte noch Gas aus einer der offenbar zuvor aufgedrehten Gasflaschen. "Die Täter hatten sie auf die Schienen gelegt und mit Betonteilen fixiert, doch der Zug katapultierte die Konstruktion zur Seite“, sagt Polizeisprecherin Iris Seper. Nur durch viel Glück sei die Konstruktion nicht explodiert – "das hätte auch anderes ausgehen können!“
Nach den Tätern wird gefahndet.

Autor: C. Mierau
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