Ausgebüxte Boa Constrictor unauffindbar Ausgebüxte Boa Constrictor unauffindbar

Erfolglose Suche

© TZ ÖSTERREICH

 

Ausgebüxte Boa Constrictor unauffindbar

Sie ist drei Meter lang, 20 Kilogramm schwer, würgt ihr Beute zu Tode und ist am Sonntag im Süden von Graz aus einem Terrarium ausgerissen: eine Boa Constrictor, die von ihrem Besitzer nach einer Biss-Attacke allein in der Wohnung im ersten Stock eines Mehrparteienhauses zurückgelassen worden war. Als der 52-jährige Schlangenliebhaber wieder nach Hause kam, war das Reptil verschwunden. Eine Suchaktion mit mehr als 30 Helfern am Montagvormittag blieb ohne Erfolg.

Boa entkam durch Balkontür
Die Würgeschlange lebte seit etwa zehn Jahren bei ihrem Besitzer in einer Siedlung in der Liebenauer Hauptstraße. Am Sonntag hatte das Tier laut Polizei vermutlich bei der Fütterung eines Hasen seinen Halter angegriffen und gebissen. Offenbar überrascht von der Attacke, verließ der Mann gegen 14.00 Uhr seine Wohnung. Als der Grazer gegen 20.00 Uhr wieder zurück kam, konnte er sein Haustier nicht mehr finden und alarmierte die Polizei. Es dürfte durch eine gekippte Balkontür entkommen sein.

Sofort wurde die Suche nach der für Kinder und Haustiere gefährlichen Boa eingeleitet. Bis Mitternacht wurde auch mit Wärmebildkameras gesucht, jedoch ohne Ergebnis. Am Montagvormittag organisierte die Einsatzleitung Polizeischüler und -schülerinnen für eine neuerliche Suche. Diese wurde nach gut einer Stunde ebenfalls erfolglos eingestellt.

Polizei hofft auf Passanten
"Wir glauben mittlerweile, dass eher ein Passant das Tier finden wird," so Einsatzleiter Willibald Thaller. Falls nicht, könne das Tier theoretisch bis in den Herbst mit Beute, die es sich fängt, überleben. Wenn es kälter wird, müsste sich die Boa ein warmes Plätzchen suchen, ansonsten stirbt sie bei frostigen Temperaturen, so die Polizei.

"Die finden die Schlange nie"
Am Schauplatz hatte sich am Montag auch der eine oder andere Schlangenexperte eingefunden. Während die Polizeischüler noch den nahe gelegenen Kürbisacker durchkämmten, gab Klaus Müller vom Reptilien-Notdienst Tipps, klärte Anrainer auf und kritisierte die Suchaktion der Polizei: "So wie die suchen, finden sie die Schlange nie, weil sie hätten schon um 5.00 Uhr früh beginnen müssen."

Außerdem wüssten die Beamten nicht einmal, wo sie überall suchen müssten, denn die Schlange könne auch in Baumwipfel, im Motorraum des Autos am Parkplatz oder gar in eine andere Wohnung gelangt sein. Eine Suche mit Wärmebildkameras sei auch sinnlos, da sich die Schlange der Umgebungstemperatur anpasse und daher mit diesen Kameras auch auf eine Entfernung von zwei Meter nicht sichtbar sei, so Müller.

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