Austria distanziert sich von rechter Fangruppe

"Unsterblich Wien"

Austria distanziert sich von rechter Fangruppe

Nach dem vermutlich von Mitgliedern des inoffiziellen Austria Wien Fanklubs "Unsterblich" durchgeführten Überfalls auf ein türkisches Kulturzentrum hat sich Fußball-Meister Austria Wien in einer offiziellen Stellungnahme von der vereinsnahen Gruppierung distanziert.

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Austria kündigt Stadion- und Hausverbote an
"Natürlich bedauern wir diesen Vorfall für die Mitglieder von ATIGF und KOMintern und selbstverständlich werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auch alles daran setzen, um unsere klare Linie weiterzuverfolgen. Demnach werden wir uns von den Behörden Informationen einholen, welche Personen daran beteiligt waren und bei eindeutiger Sachlage diese Personen auch mit Stadion- bzw. Hausverboten belegen", teilte der Verein auf seiner Website mit.

Nach Vorfällen mit rechtsradikalem Hintergrund in der Vergangenheit gibt es in der Generali Arena aktuell 20 Stadion- bzw. Hausverbote. Anfang des Jahres reagierte der Meister und schloss die rechte Fangruppe "Unsterblich Wien" aus.

Skandale durch rechte Fangruppe
"Unsterblich Wien" sorgte in den letzten Jahren immer wieder für Nazi-Skandale auf der Ostrtribüne der Generali Arena. Im Jahr 2010 wurden beim Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Aris Saloniki Mitglieder der Gruppierung beim Hitler-Gruß gesichtet, zudem sollen damals auch Parolen wie "Adolf Hitler ist mein Freund", "Zick-Zack Zigeunerpack" und "Rassist, Faschist, Hooligan" skandiert worden sein.

Auch 2009 beim Europa-League-Match gegen Bilbao sorgten rechtsradikale Austria-Fans für einen handfesten Skandal. Gemeinsam mit rechten Fan-Gruppierungen aus Italien (Lazio Rom) und Bulgarien (Lewski Sofia) attackierten sie im Vorfeld der Partie mitgereiste spanische Fans. Im Stadion wurde mit beleidigenden Transparenten und Sprechchören weiter provoziert. Trauriger Höhepunkt war ein Platzsturm, nachdem die Partie für 20 Minuten unterbrochen werden musste. Die Austria wurde von der UEFA damals mit einem Geisterspiel bestraft und musste zudem eine Geldstrafe von 20.000 Euro bezahlen.

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