Bankbeamter soll Beute zu hoch bemessen haben

Nach Überfall

© (c) APA/ Franz Neumayr

Bankbeamter soll Beute zu hoch bemessen haben

Die Gunst der Stunde hat offenbar ein Bankbeamter nach einem Überfall auf seine Filiale im Tiroler Grinzens bei Innsbruck Mitte Jänner nutzen wollen. Um möglicherweise Spekulationsverluste verschleiern zu können, errechnete der mittlerweile suspendierte Bedienstete einen vier Mal so hohen Betrag, den der Räuber erbeutet haben sollte. Die Polizei leitete Ermittlungen "in alle Richtungen" ein.

Pech: Täter hatte statt 30.000 Euro nur 10.000 Euro
Der Kassasturz in der überfallenen Bank habe zunächst ergeben, dass der Täter knapp 40.000 Euro erbeutet haben musste, berichtete die Tiroler Tageszeitung in ihrer Dienstagausgabe. Beim Täter habe sich aber eine weit geringere Summe gefunden: Nicht einmal 10.000 Euro hatte der Mann bei sich. Zwar hatte er zuvor ein paar Kleidungsstücke gekauft, das Fehlen von 30.000 Euro konnte er aber nicht erklären. Der Räuber beteuerte, von der Bank nicht mehr Geld erhalten zu haben.

Mitarbeiter suspendiert
Inzwischen hatte auch die betroffene Bank eine genaue Überprüfung veranlasst. Mit dem Ergebnis, dass die Höhe der Raubsumme nach unten revidiert wurde. Der Direktor der betroffenen Bank bestätigte, dass man sich nach dem Banküberfall von einem Mitarbeiter getrennt habe. Weitere Auskünfte wollte der Bankchef mit Hinweis auf das laufende Verfahren und das Bankgeheimnis nicht machen. Bei Banküberfällen erbeutete Gelder sind versichert, allfällige Verfehlungen von Mitarbeitern allerdings nicht.

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