Bankomat in Wien gesprengt Bankomat in Wien gesprengt

Abhebung brutal

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Bankomat in Wien gesprengt

Die Serie reißt nicht ab: Schon wieder hat eine Bande einen Bankomaten in Wien erfolgreich in die Luft gejagt. Es war der vierte spektakuläre Coup dieser Art seit dem vergangenen April und erneut gelang den Tätern die Flucht.

Die Spar-Filiale am Biberhaufenweg 147 in der Donaustadt, Montagfrüh gegen 4.20 Uhr: Ein Anrainer wird aus dem Schlaf gerissen, weil ein gewaltiger Knall zu hören ist.

Als er aus seinem Fenster schaut, sieht er noch die Bankomat-Knacker. Wie viele es sind, kann er nicht genau erkennen. Aber das Fluchtfahrzeug beschreibt er später der Polizei. Es ist ein schwarzer BMW älteren Baujahrs, vermutlich um 1990.

Mit vollem Karacho flüchten die Gangster entgegen der Einbahn. Sie hinterlassen einen Trümmerhaufen an der Außenfassade des Spargeschäftes. Der Bankomat wurde durch die Sprengung regelrecht zerfetzt. Trümmer verteilen sich im Umfeld.

Keiner der Coups
von Polizei geklärt
Die Vorgehensweise der Bande ist identisch wie bei den ersten drei Sprengungen dieses Jahres in der Donaustadt, in Floridsdorf und in der Brigittenau. Die Taten wurden jeweils in den frühen Morgenstunden verübt, die Geldautomaten mit Gas gefüllt. Nach den Explosionen verschwanden die Automatenknacker binnen weniger Augenblicke. In drei von vier Fällen machten sie reichlich Beute. Keiner der Coups konnte bislang von der Polizei geklärt werden. „Es muss sich um Vollprofis handeln“, sagt ein Ermittler.


Schon vier Bankomaten in Luft gejagt
Die Bankomat-Sprengung in der Donaustadt war schon der vierte Coup seit April in der Bundeshauptstadt.

Am 27. April begann die Serie im selben Wiener Bezirk. Der Geldautomat einer Bankfiliale in der Anton-Sattler-Gasse flog in die Luft.

Am 14. Mai misslingt der nächste Anschlag in der Prager Straße in Floridsdorf. Die geringe Beute war durch ein integriertes Färbesystem unbrauchbar gemacht worden.

Einen Tag später erfolgte der nächste erfolgreiche Coup in der Brigittenau.

 

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