Kaltenbrunner zum K2 aufgebrochen

Bereits 6x gescheitert

Kaltenbrunner zum K2 aufgebrochen

Gerlinde Kaltenbrunner will es wieder wissen: Am Mittwoch ist sie mit ihrem Mann Ralf Dujmovits in den Karakorum aufgebrochen, um den zweithöchsten Berg der Welt, den 8.611 Meter hohen K2, zu bezwingen. Bisher scheiterte die 40-Jährige bei insgesamt sechs Gipfelversuchen. Diesmal soll mit einer neuen Route alles anders werden.

Anreise über Kirgistan
Die erste Etappe führt die Alpinisten über Frankfurt und Moskau per Flugzeug nach Bischkek, Hauptstadt Kirgistans, wie Kaltenbrunner auf ihrer Homepage schrieb. Das Gepäck wurde bereits am Montag nach China vorausgeschickt. Von dort geht es in einer zweitägigen Busfahrt weiter nach Kashgar, bereits auf chinesischem Territorium. Dort wollen Kaltenbrunner und ihre Kollegen - vier Bergsteiger aus Argentinien, Polen und Kasachstan - auf dem Sonntagsmarkt die Verpflegung für sieben Wochen am K2 besorgen. In drei weiteren Tagesetappen geht es mit den Jeep nach Ilik, wo das Gepäck auf Kamele umgeladen wird.

Aufstieg über chinesische Nordseite
Dann beginnt der Anmarsch ins Basislager auf 3.900 Meter. Anders als bei den früheren Versuchen, bei denen Kaltenbrunner über die pakistanische Südseite mehrfach gescheitert war, will es die Expedition diesmal über die wenig bestiegene chinesische Nordseite versuchen. In vier Etappen soll es über den äußerst steilen Nordpfeiler zum Gipfel gehen.

Vor allem die brandgefährliche Passage Flaschenhals vermeidet Kaltenbrunner dadurch: Im Vorjahr war dort ihr Kollege Fredrik Ericsson vor ihren Augen abgestürzt und gestorben. Die Oberösterreicherin hofft außerdem auf weniger Steinschlaggefahr, weil die Sonneinstrahlung an der Nordseite viel geringer ist.

Internationales Bergsteiger-Team
Mit Kaltenbrunner und Dujmovits sind der Argentinier Tommy Heinrich, der Pole Darius Zaluski sowie die Kasachen Maxut Zhumayev und Vassiliy Pivtsov unterwegs. Sollte der Alpinistin diesmal die Besteigung des K2 gelingen, wäre sie die erste Frau, die alle 14 Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff erklommen hätte. Vor ihr waren die Südkoreanerin Oh Eun-Sun und die Spanierin Edurne Pasaban bereits auf allen Achttausendern, haben aber teilweise künstlichen Sauerstoff verwendet.

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