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Deutsche Bergsteigergruppe

Berg-Drama in Salzburg: Fünf Tote und ein Schwerverletzter

Fünf Tote und einen Schwerverletzten hat ein Bergunfall auf der Mannlkarscharte in Krimml (Bezirk Zell am See) am Sonntagvormittag gefordert. Nach ersten Informationen dürfte die Seilschaft abgestürzt sein, sagte Anton Voithofer, der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, der APA. Dies bestätigt Voithofer auch gegenüber den Salzburger Nachrichten: "Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich um eine Seilschaft gehandelt hat. Anders ist so ein Unglück nicht zu erklären."

34-jähriger Deutscher identifiziert

Einer der Männer ist identifiziert worden. Es handle sich um einen 34-jährigen Deutschen aus Bayern, sagte Martin Reichholf von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See der APA. "Wir gehen daher davon aus, dass alle Bergsteiger Deutsche sind."

So lief das Unfall-Drama in den Alpen ab

Die sechs bayerischen Bergsteiger waren von der Zittauerhütte in Richtung Gabler unterwegs. Im Bereich der Mannelkarscharte (Einstieg Wildgerloskees, auf etwa 3000 Metern Höhe) kam einer der sechs Bergsteiger am blanken Eis ins Rutschen.

„Die Männer waren in einer 6er Seilschaft unterwegs“, so Franz Gensbichler, Einsatzleiter der Bergrettung Krimml, „die letzten Zwei versuchten den Sturz noch mit Pickeln zu halten, jedoch vergeblich.“ Die Gruppe stürzte etwa 200 Meter über den Gletscher und in Folge über Felsen in eine Randkluftgletscherspalte.

Ein Bergführer, der in diesem Gebiet ebenfalls unterwegs war, hatte den Absturz beobachtet und die Rettungskräfte kurz nach 10 Uhr alarmiert. Nur ein Bergsteiger überlebte das Unglück schwerverletzt und wurde von einem Rettungshubschrauberteam ins Unfallkrankenhaus nach Salzburg gebracht. Die Bergung der Toten war aufgrund der Steinschlaggefahr schwierig. Zwei Polizeihubschrauberteams (aus Tirol und Salzburg) übernahmen gemeinsam mit Krimmler Bergretter die Bergung der Toten. Im Einsatz war Alpinpolizei, verschiedene Rettungshubschrauberteams und acht Bergretter aus Krimml.

„Derzeit sind die Gletscher extrem eisig und es braucht viel Erfahrung. Dazu kommt auch eine große Steinschlaggefahr“, so Franz Gensbichler. Er rät nicht erfahrenen Alpinisten bei diesen Verhältnissen von solchen Touren ab.

Zeugen beobachteten den Unfall

Eine Gruppe von Bergsteigern, die etwa 30 bis 50 Meter hinter der verunglückten Seilschaft gegangen ist, hat den Unfall beobachtet.  Die Zeugen wurden in der Zittauerhütte befragt, nachdem der Einsatz beendet ist. Gegen 15.40 wurde die letzte Leiche mit dem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da die Unfallstelle steinschlaggefährdet war.

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Von dieser Hütte (Zittauer Hütte) ging die Seilschaft los

123.jpg © Wikimedia/Daniel Zanetti
Zillertaler Alpen: (v. l. n. r): Gabler, Reichenspitze, Hahnenkamm, Wildgerlosspitze und Schneekarspitze, Wildgerloskees

unglück.jpg © APA

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Das Unglück ereignete sich auf der Mannlkarscharte in Krimml (Bezirk Zell am See)

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