Böller-Bastler liefern sich Wetten im Internet

Leichtsinn

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Böller-Bastler liefern sich Wetten im Internet

Das Spiel mit dem Feuer hätte in einer Katastrophe enden können. Wie berichtet, schnappte die Polizei in Villach in der Silvesternacht zwei Brüder (18 und 15 Jahre), die gerade eine selbst gebastelte Bombe aus 9.000 Schweizerkrachern zu einem zuvor ausgewählten Sprengplatz schleppten. Nur hundert Meter von einer Tankstelle entfernt hätte die Eigenbau-Höllenmaschine mit einer Explosivkraft von fünf Kilo Schwarzpulvergemisch gezündet werden sollen. „In der aufwendigen Konstruktion war auch noch eine Gaskartusche. Das hätte wirklich ins Auge gehen können“, staunt ein Ermittler über die Dummheit, eine derartig unkontrollierbare Böller-Bombe zu bauen.

Online-Streit
Tatsächlich wollten die Burschen aus Villach vermutlich an einem Wettstreit teilnehmen, der im Internet ausgetragen wird. Auf der Online-Plattform Youtube rittern seit einiger Zeit Gruppen von heimischen Jugendlichen um die mächtigste Schweizerkracher-Explosion. 7.000 Knallkörper auf einmal sprengte eine „Dornbirn-Crew“ in Vorarlberg. Bastler aus Linz konterten mit einer Höllenmaschine aus 10.000 Krachern, was ihnen per Mail Applaus von der Konkurrenz einbrachte. „Wow, Respekt“, lautet ein Internet-Eintrag zum Video der Oberösterreicher.

Rekorde
Die Führenden im gefährlichen Wettrüsten scheinen die Niederösterreicher zu sein: Im Wienerwald wurden 12.000 Kracher in einer Höhle hochgejagt und Burschen aus Traiskirchen rühmen sich, sogar 13.000 Knaller zugleich gezündet zu haben.

Risiko
Der Trend, immer größere Bomben aus Schweizerkrachern oder Piraten zu basteln, kommt aus den USA. In Appleton in Virginia brachten Knaller-Enthusiasten 10,5 Millionen Firecracker zur Explosion, der absolute Weltrekord. Allerdings zündeten professionelle Feuerwerker diesen Mega-Kracher – und keine unerfahrenen Teenager aus Österreich.

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