Bub mit Diabetes aus Kindergarten geworfen

Wirbel um Mokiwe

Bub mit Diabetes aus Kindergarten geworfen

Jene Montessori-Einrichtung, die mit dem Rauswurf eines Transgenderkindes für Aufregung sorgte, wird erneut heiß diskutiert. Am Dienstag distanzierte sich die Österreichische Montessori-Gesellschaft via Facebook von der "Montessori Kinderwerkstätte".

Nun soll der Kindergartenvertrag eines diabeteskranken Buben von der Privat-Einrichtung Mokiwe gekündigt worden sein. Auf Facebook äußerte sich die Montessori-Schule zu den Vorwürfen. „In öffentlichen Kindergärten besteht in einem solchen Fall die Möglichkeit, Sonderpädagogen und zusätzliche Stützkräfte ins Haus zu holen, die die erforderlichen medizinischen Maßnahmen setzen können […] Leider ist dem Mokiwe-Kinderhaus als Privatkindergarten diese Möglichkeit nicht gegeben, eine speziell ausgebildete zusätzliche Kraft wird nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert.“

Volksanwalt empört

Volksanwalt Dr. Peter Fichtenbauer zeigte sich nach Überprüfung der Schulverwaltung empört: „Es kann nicht sein, dass es im österreichischen Bildungssystem keinen Platz für Kinder mit Diabetes gibt. Das Leben bringt für chronisch kranke Kinder ohnehin genug Beschwernisse mit sich. Unnötige Ausgrenzungen dürfen nicht toleriert werden“, teilte er in einer Presseaussendung mit.

Auch werde man, nachdem der Verdacht der Diskriminierung eines Transgenderkindes publik gemacht wurde, ein Prüfverfahren einleiten, „ob sich die staatliche Schulaufsicht ausreichend mit der betreffenden Schule auseinandergesetzt hat.“ Man solle auch von privaten Anbietern verlangen können, dass chronisch kranke Kinder Verständnis für ihre Situation bräuchten.

Auch Kind mit Gipshand ausgeschlossen?

Doch die Vorwürfe gegen die Einrichtung reißen nicht ab: Auch ein vierjähriger Bub soll laut Medienberichten nach den Sommerferien im Vorjahr vom Kindergarten abgewiesen worden sein - weil sein linker Unterarm eingegipst war. Begründung: Kinder mit Gips hätten im Kindergarten nichts zu suchen.

Die Leiterin der Montessori-Einrichtung habe dem Vater des Kindes, nachdem dieser die Geschichte auf Facebook geteilt hatte, mit einer Klage wegen Rufschädigung gedroht.

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