Rennen mit Freunden

Bursch krachte mit 160 km/h in den Tod

Teilen

Vier junge Männer lieferten sich im Waldviertel ein Rennen. Für einen von ihnen endete es mit einem Genickbruch.

Ein Toter und ein Schwerstverletzter: Das ist die Bilanz einer Pkw-Kollision am Sonntagabend im Waldviertel, der offenbar ein privates Wettrennen junger Männer vorausgegangen ist. Die beiden Insassen des zweiten beteiligten Autos blieben unverletzt.

Mit 160 km/h in den Tod
Die vier Freunde aus dem Bezirk Horn hatten sich in Gars am Kamp getroffen, um Richtung Mörtersdorf zu fahren. Bereits im Ortsgebiet haben die Lenker (24 und 22) beschleunigt. Während der gesamten Fahrt filmte der 21-jährige Beifahrer des voranfahrenden Audi, Bruder des anderen Beifahrers (24), mit und hielt auch den Tachostand fest: 160 km/h.

Desaströses Überholmanöver
Dann setzte der dahinter fahrende 24-Jährige zum Überholen an. Als er mit seinem Opel auf halber Höhe mit dem Audi war, bemerkte er, dass der Audi in Richtung Fahrbahnmitte kam. Er lenkte deshalb seinen Wagen nach links aus und geriet auf das Bankett. In der Folge verriss er sein Fahrzeug und kollidierte mit dem Audi.

Mehrfach überschlagen
Durch den Zusammenstoß wurden beide Autos in den angrenzenden Acker geschleudert. Der Opel kam nach knapp 260 Metern zum Stillstand, die beiden Insassen stiegen unverletzt aus und alarmierten sofort die Einsatzkräfte. Der Audi hingegen überschlug sich mehrmals und kam nach rund 120 Metern auf dem Dach zu liegen.

Genickbruch und Schädel-Hirn-Trauma
Der 22-jährige Lenker des Audi wurde vom Notarzt reanimiert, verstarb aber an der Unfallstelle. Er hatte einen Genickbruch und ein offenes Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Sein lebensgefährlich verletzter Beifahrer wurde mit dem Notarzthubschrauber ins AKH Wien geflogen. Der Notarzt diagnostizierte schwerste innere Verletzungen.

Während der Unfallaufnahme wurde die LB 58 auf Höhe Nonndorf von der Feuerwehr gesperrt. Eine lokale Umleitung wurde eingerichtet.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.