Chef war Tiroler Drogen-Baron

Hells-Angels

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Chef war Tiroler Drogen-Baron

Monatelang wurde in der Tiroler Drogenszene verdeckt ermittelt – jetzt klickten die Handschellen: „Unter den Inhaftierten befindet sich auch einer der führenden Köpfe der Tiroler Hells Angels“, gab der Innsbrucker Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Montag bekannt.

Die Hells Angels sind eine Motorradgang, die weltweit ihre Ableger (Charter) hat und meist nur wegen Mord, Zuhälterei, Erpressung und Drogen in die Schlagzeilen gerät. Sie tragen Jacken mit Totenschädel, und als Aufnahmekriterium seien laut Innenministerium „Vorstrafen dienlich“.

Straßenverkaufswert von mehr als 200.000 Euro
Bei Martin P., der als Tiroler Hells-Angels-Boss gilt, wurden zweieinhalb Kilo Kokain, ein geladener Revolver und eine Pistole samt Munition sichergestellt. Das Suchtgift hat einen Straßenverkaufswert 250.000 Euro. Auf die Schliche sei man dem Rocker-Boss über Kleindealer gekommen, die den Stoff von ihm bezogen haben sollen – es gilt die Unschuldsvermutung. Auch elf Kumpane des Tiroler Höllenengels wurden festgenommen. Neun Österreicher, ein Türke und ein Serbe (alle zwischen 24 und 42 Jahren alt). Fünf bleiben weiter in U-Haft, die restlichen wurden auf freiem Fuß angezeigt. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch 80 Drogen-Konsumenten ausgeforscht und angezeigt. Hells-Angels-Boss Martin P. soll außerdem andere Hells-Angels-Mitglieder bei Drogenabnehmern Schulden eintreiben haben lassen – auf brutale Art und Weise

Rocker-Boss droht Prozess und eine lange Haftstrafe
Auf P. wartet ein Prozess, und ihm droht eine Haftstrafe. Staatsanwaltschafts-Sprecher Hansjörg Mayr zu ÖSTERREICH: „Sobald die Ermittlungen der Polizei endgültig abgeschlossen sind, werden wir Anklage erheben.“

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