Das erhoffen wir uns vom neuen Jahr

Ausblick auf 2015

Das erhoffen wir uns vom neuen Jahr

2015 kann eine Wende zum Guten werden – obwohl Konjunkturforscher nur von einem bescheidenen Wachstum der Wirtschaft von 0,5 bis 0,8 Prozent sprechen. Aber: Österreich hat Top-Chancen.

Nie war Öl so billig: Der Preis hat sich beinahe halbiert. Dadurch sinken die Kosten für Energie – ein Industrie-Turbo.

Billiges Geld fließt: Günstig wie selten zuvor sind die Finanzierungsbedingungen für Private und Unternehmen. Zinsen und Inflation bleiben 2015 niedrig – gute Aussichten dafür, dass sich die Wirtschaft deutlich schneller erholt.

Die größte Hoffnung ruht jetzt auf der Steuerreform.

Mehr Geld im Börsel: Die Lohnsteuer ist zuletzt doppelt so stark gestiegen wie die Einkommen. Die Österreicher hatten 2014 weniger netto als im Jahr zuvor. 2015 muss das Geld zurückfließen. Deshalb muss die Steuerentlastung möglichst schnell kommen. Dann hätte jeder im Herbst 2015 einen Tausender mehr im Börsel. Eine erfolgreiche Steuerreform kann den langersehnten Impuls bringen.

Ein Land als liberaler Player: Conchita Wurst hat Europas Musik-Event Nummer eins nach Österreich gebracht. Schafft es Wien im Mai, den Song Contest perfekt umzusetzen, wäre das von kaum schätzbarem Wert: 180 Millionen TV-Zuseher, Tausende Berichte. Für den Austro-Tourismus eine Plattform, die rechtzeitig kommt: Der Welttourismus boomt, 2015 werden zwei Milliarden Menschen unterwegs sein.

Mega-Chancen auch im Sport: Österreichs Fußballnationalteam um David Alaba kann sich für die EM qualifizieren: „Wir werden unsere Chance nützen“, zeigt sich Torjäger Rubin Okotie gegenüber ÖSTERREICH optimistisch. Bei der Ski-WM in Vail (USA) haben zuvor unsere Skiasse um Marcel Hirscher und Anna Fenninger beste Chancen auf einen Goldrausch.

Friedensbotschafter: Letztlich könnte Österreich auch außenpolitisch punkten: Die Atomverhandlungen mit dem Iran gehen in Wien weiter. Ukraine-Friedensgesprächen könnten auch in Österreich stattfinden.

2015: Das sagen Österreichs Promis 1/6

Andreas Salcher

"Papst Franziskus gibt mir wieder Hoffnung"
„Meine Hoffnungen für 2015 fokussieren sich auf Papst Franziskus. Er hat schon letztes Jahr eine großartige Performance geliefert. Und er ist auf einem guten Weg, diese sehr alte Institution Kirche ins 21. Jahrhundert hinüberzuretten. Franziskus ist neben dem Dalai-Lama eine effektive moralische Instanz. Ich wünsche ihm ein langes Leben.“

Wolfgang Rosam

"2015 ist für Österreich das Jahr der Symbole"
„Eine Steuerreform mit mehr Symbolcharakter und dem Ziel: Leute, habt mehr Lust, euer Geld auszugeben, lebt heute und investiert. In der Kultur wird der Song Contest eine enorme Symbolkraft haben. Conchita Wurst hat Österreich liberaler gemacht. Sowohl im Innenverständnis als auch in der Außenansicht, also wie die Welt uns sieht. Eine Jahrhundert-PR-Leistung. Der Song Contest ist eine Fortsetzung dieser Jahrhundertchance, der Welt ein anderes, liberales und sympathisch-kompetentes Bild von uns zu vermitteln. Österreichs Wirtschaft ist stark, wenn die Politik sie in Ruhe arbeiten lässt. Nicht die Politik schafft Jobs, sondern nur die Wirtschaft! So gesehen bin ich für 2015 skeptisch-optimistisch, wenn wir endlich wieder positiver denken und mehr Selbstbewusstsein entwickeln!“

Elisabeth Gürtler

"Sorgen mache ich mir eigentlich keine"
„Ich bin immer optimistisch und so sehe ich auch in das Tourismus-Jahr 2015. Natürlich spüren wir alle, dass die russische Mittelklasse derzeit wegen des schwachen Rubels weniger kommt. Urlaub in Österreich ist für sie sehr teuer geworden. Aber dafür kommen neue Gästeschichten, beispielsweise die Chinesen. Gleichzeitig hat Wien heuer wahnsinnig viel zu bieten: das 450-Jahre-Jubiläum der Spanischen Hofreitschule, den Song Contest, 150 Jahre Wiener Ringstraßen. Sorgen mache ich mir da keine.“

Niki Lauda

"Anpacken, konsequent weiterarbeiten"
„Es muss endlich gelingen, das leidige Hypodebakel zu beenden, das wäre befreiend. Wenn die Politik es schafft, die steigende Arbeitslosigkeit zu drosseln, wäre das wichtigste Ziel 2015 erreicht. Für Mercedes wünsche ich mir nach dem WM-Titel nur eines: Konsequent weiterarbeiten und den Erfolg 2014 wiederholen.“

Paul Lendvai

"2015 wird wohl kaum schlimmer als 2014"
„Angela Merkel wird die führende Politikerin in Europa bleiben. Ihr klares Auftreten gegen die Radikalisierung und den Fremdenhass wird noch stärker Entscheidungen beeinflussen. Wichtig wird 2015 auch sein, dass sich der Prozess der Stabilisierung der Politik Obamas fortsetzen wird. Er hat die Zuneigung vieler Gruppen in Amerika zurückgewonnen. Sein Ruf in der Geschichte hängt ganz stark davon ab, welche Handlungen er in diesem Jahr setzen wird. Kann er eine klare Linie fahren, werden die USA wieder eine große Rolle bei der Stabilisierung der Welt einnehmen.Anders steht es um Putin: Er und sein abenteuerlicher politischer Kurs haben zwar jetzt noch 80 Prozent Zustimmung. Ich halte es aber für nicht ausgeschlossen, dass auch Putin seinen Kurs mäßigen könnte. Insgesamt erwarte ich von Merkel, Obama und Putin 2015 eine Wende zum Besseren.“

Rubin Okotie

"Haben große Chance, zur WM zu fahren"
„Wir haben uns eine super Ausgangsposition in der Quali geschaffen. Diese große Chance wollen wir nützen. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen werden. Wir haben eine super Mannschaft mit einem tollen Teamgeist. Und einen hervorragenden Trainer. Wir werden zur EM fahren.“

Autor: K. Wendl
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