Das letzte Foto des Mord-Opfers

Zersägt

© privat

Das letzte Foto des Mord-Opfers

Wie ÖSTERREICH berichtete, konnte die Wiener Polizei einen spektakulären Mordfall klären. Der Wiener Herbert M. steht im Verdacht, seinen einstigen Zellenkumpan in der Haftanstalt Stein in seiner Wohnung in der Klosterneuburger Straße erschossen, zersägt, zerstückelt und die Leichenteile in der Donau entsorgt zu haben.

Fingerabdrücke
Dabei unterlief dem 41-jährigen Täter (für den die Unschuldsvermutung gilt) schon mal der erste Fehler: Zwar hatte er den Körper in der Badewanne in fünf Teile zerteilt und sie nach und nach in schwarzen Plastiksäcken, vorbei an der Videoüberwachung im Erdgeschoss, geschickt zum Auto geschummelt. Außerdem trennte er mit dem Fuchsschwanz fein säuberlich den Kopf ab – doch die Hände ließ er dran. Er hatte wohl nicht bedacht, dass die Polizei auch von einer Wasserleiche Fingerprints nehmen und über die Fingerabdrücke einen Ex-Knacki ausforschen kann...

Drogen
Der nächste Patzer passierte mit dem Leihauto. Weil Sergiuz Kamil Papina – der Pole (35), der in Wien als U-Boot lebte – keinen Führerschein besaß, hatte er sich mit dem rosa Schein seines einstigen Zellenkumpanen bei einem Autoverleih im 15. Bezirk einen Fiat geliehen.

Exklusiv-Bild
Erst ging es um einen Panda – ÖSTERREICH zeigt das Foto, auf dem Papina das Auto begutachtete. Dann tauschte der Pole (erneut unter Zuhilfenahme des Führerscheins seines Kumpels) den Kleinwagen in einen Fiat Bravo um, mit dem er seine Drogengeschäfte offenbar besser organisieren und abwickeln konnte.

Leihauto
Als Herbert M. seine Freund erschoss, brachte er die zersägten Leichenteile mit eben diesem Mietauto zur Donau. Nur leider erinnerten sich Zeugen an das Auto mit der Aufschrift der Leihwagenfirma. Zweitens brachte er den Bravo an einem Tag zurück, da Papina schon längst nicht mehr lebte. Und drittens waren Fingerabdrücke von Herbert M. am Lenkrad des Fiats und die Fingerabdrücke von Papina auf seinem Führerschein. Wie sollte er das erklären...

...zumal die Kripo in seiner Wohnung mit dem CSI-Wundermittel Luminol eindeutig nachweisen konnte, dass im Badezimmer ein wahres Gemetzel stattgefunden hatte.

Türsteher erschossen. Jetzt gestand der Wiener, seinen Häf’nkumpel in Notwehr getötet zu haben: „Er beschuldigte mich als Polizeispitzel, hielt mir die Waffe an den Kopf. Ich konnte mich wehren und berührte unabsichtlich den Abzug.“ Zerstückelt habe er Papina, weil er Angst hatte, „dass ihm wieder keiner glaubt“. Denn schon einmal, 1998, hatte Herbert W. in Tschechien ein ähnliches Erlebnis gehabt. Der Türsteher einer Disco bedrohte ihn vor dem Lokal mit der Waffe. Er wehrte sich, hatte plötzlich die Knarre in der Hand und drückte ab.

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