30. August 2010 17:18
Eine Kaltfront sorgte Dienstagmorgen für Schneefall bis auf 1.200 Meter. Auf
mehreren Passstraßen im Westen kam es zu Behinderungen durch Schnee und
Schneematsch. Der ÖAMTC riet Autofahrern, Schneeketten mitzuführen.
In Tirol geriet eine Gruppe Alpinisten in Bergnot, eine Frau konnte nur noch tot
geborgen werden.
Straßen gesperrt
Bereits am Montag wurde über den Sölkpass
im Zuge der L704 in der Steiermark eine Sicherheitssperre verhängt. Seit
Dienstagmorgen sind auch die Großglockner Hochalpenstraße und das
Timmelsjoch, die Verbindung zwischen Ötztal und dem Südtiroler Passeiertal
(B186) unpassierbar. Auf der Hochalpenstraße liegen 40 cm Neuschnee.
Kettenpflicht
Schneekettenpflicht besteht für die Silvretta
Hochalpenstraße zwischen Galtür und Partenen, das Hahntennjoch (L246)
zwischen Imst und Boden, die Arlberg Straße (B197) zwischen Stuben und der
Landesgrenze zu Vorarlberg sowie die Lechtal Straße (B198) zwischen Alpe
Rauz und Lech.
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Offiziell befinden wir uns noch mitten im Sommer – erst am 22. September
beginnt laut Kalender der Herbst. Doch klimatisch sind wir unserer Zeit weit
voraus: Heute friert ganz Österreich bei nur 10 bis 15 Grad – ein absoluter
Temperatursturz. Noch vergangene Woche schwitzten wir bei 30 Grad!
Schneefall auf 1.200 Meter
Bis heute Mitternacht halten sich
laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) dichte Wolken
über Österreich. Sie ziehen von Nord-West herein und bringen heute, am
letzten August-Tag, sehr verfrühten Schneefall: "Die
Schneefallgrenze stürzt auf 1.200 Meter herab. Die Berge an der
Alpennordseite werden heute angezuckert“, erklärt Meteorologin Barbora Stuhl
von der Zamg. Schon gestern ging es los: In Tirol, Vorarlberg und Salzburg
waren einige Orte schon weiß. "Bei uns kommt bereits
Winterstimmung auf“, sagt Mario Siedler aus Obertauern. Im Ort lagen bis
Mittag zwei Zentimeter.
Schuld an diesem Wintereinbruch mitten im Sommer ist die Kaltfront Erina.
Sie sammelte ihre Energie über dem Atlantik, zog über Deutschland bis zu
uns.
Es bleibt saukalt und nass bei maximal 20 Grad
Die kommenden
Tage werden kaum eine Verbesserung bringen. Morgen Mittwoch lösen sich zwar
die dichten Regenwolken auf, die Sonne blitzt sogar kurzfristig auf, doch es
bleibt saukalt. Mehr als 20 Grad kann man nicht erwarten, so die Experten
der Zamg. Und: Es fühlt sich noch weitaus kälter an, denn es bläst ein
kräftiger Wind.
Donnerstag bleibt ebenso kalt, windig und nur sehr selten sonnig bei maximal
20 Grad. Am Freitag wird es sogar wieder regnen: "Es ist ein kräftiges
Zeichen vom Herbst“, so Meteorologin Barbora Stuhl. Das Wochenende bleibt
voraussichtlich trocken. Warm wird es trotzdem nicht, mehr als 23 Grad sind
nicht drin.