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Rekord-Kälte

Rekord-Kälte

Der kälteste Tag des Jahres

Seiten: 123

Minus 28,3 Grad! Seefeld in Tirol war am Samstag der Kältepol Österreichs! Das ganze Land zitterte am kältesten Tag des Jahres – das Protokoll:

2.40 Uhr, Salzburg ohne Heizung
Kältealarm in 10.000 Salzburger Haushalten: Das Fernwärme-Kraftwerk bricht zusammen, Heizungen und Warmwasser fallen aus. 12 Stunden lang bleibt es kalt!

11.30 Uhr, Eiswind am Patscherkofel
Im Skigebiet Patscherkofel frieren Skifahrer bei minus 24,6 Grad. Der Wind pfeift mit bis zu 45 km/h. Gefühlte Temperatur durch den Windchill-Faktor: minus 45 Grad.

11.30 Uhr, Frieren am Fußballplatz
Die Austria spielt im Horr-Stadion gegen Ruzomberok. Trainer Ivica Vastic zittert 90 Minuten auf der Ersatzbank. Er ist komplett eingehüllt, trägt zwei Hosen, dicken Pullover, Trainingsjacke und darüber einen langen Daunenmantel.

12.30 Uhr, nächster Kältetoter
Ein 66-jähriger Steirer stirbt in der Nacht auf Samstag auf der Turracher Höhe am Weg vom Auto zum Haus. Es ist bereits der fünfte Kältetote in Österreich in dieser Woche.

13.30 Uhr, Liftwart friert
In Ischgl hat es auf 2.320 Metern –21 Grad. Liftwart Martin Tschiderer. „Alle 20 bis 30 Minuten wechseln wir uns ab, sonst ist es zu kalt.“

14 Uhr, Bäche treten übers Ufer
In Niederösterreich im Bezirk Neunkirchen treten Bäche über die Ufer, weil sich durch die Minusgrade Eisstaus bilden.

15 Uhr, keine Gäste für Fiaker
Am Stephansplatz sagt Fiaker Markus Aigner bei –11 Grad: „Der Wind macht sehr zu schaffen. Gäste bleiben aus.“

18.30 Uhr, ÖAMTC in Hochbetrieb
Der ÖAMTC im Großeinsatz. Alleine in OÖ gab es 5.000 Notrufe.

Es bleibt eiskalt
Doch damit nicht genug – es muss weiter gezittert werden: Die Sibirien-Kälte bleibt noch eine Woche. ZAMG-Meteorologin Ariane Pfleger: „Ein Ende der Kältewelle ist nicht absehbar. Es bleibt eiskalt.“ Bis Freitag bewegen sich die Höchsttemperaturen gerade bei frostigen minus 10 bis minus 7 Grad. Erst am Samstag soll es „wärmer“ werden. Zu Mittag gibt es dann „warme“ 0 Grad.

Salzburg war 12 Stunden ohne Heizung

Gerade am kältesten Tag des Jahres funktionierte in Salzburg bei 10.000 Haushalten die Heizung nicht – und das bei -17 Grad in der Früh! Der Grund: Um 2.40 Uhr legte ein technischer Defekt am Schwerölkessel das gesamte Heizkraftwerk lahm.

Schwerölkessel Salzburg AG © APA
Techniker arbeiten am Schwerölkessel; Foto: APA

Betroffen waren Salzburg-AG-Kunden im südlichen Bereich der Alpenstraße und in den Stadtteilen Nonntal, Parsch und Aigen.

Betroffener: Daunenjacke im Zimmer
Das Fernwärme-System kühlte langsam aus, das Warmwasser wurde kühler. Der Schock saß tief. „Von Stunde zu Stunde wird das Wasser kälter. Geht das so weiter, muss ich am Nachmittag zusperren“, empörte sich Friseur David Schwarz, der mit Daunenjacke und Haube im Laden stand. Auch Eva Schmidhuber verpasste ihrem Hund Romeo das Wintermäntelchen.

Viele Salzburger deckten sich zu Mittag schon vorsorglich mit Radiatoren bei Baumärkten an. Um 14.30 Uhr kam dann die Entwarnung: „Das System funktioniert wieder, am frühen Abend dürften alle Heizungen wieder funktionieren“, so die Salzburg AG. Nach 12 Stunden Kälte!

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