04. Februar 2012 08:10

Rekord-Kälte 

Der kälteste Tag des Jahres

Schock: In Salzburg waren 10.000 Haushalte 12 Stunden ohne Heizung.

Der kälteste Tag des Jahres
© www.wetter.at
Der kälteste Tag des Jahres
© oe24

Minus 28,3 Grad! Seefeld in Tirol war am Samstag der Kältepol Österreichs! Das ganze Land zitterte am kältesten Tag des Jahres – das Protokoll:

2.40 Uhr, Salzburg ohne Heizung
Kältealarm in 10.000 Salzburger Haushalten: Das Fernwärme-Kraftwerk bricht zusammen, Heizungen und Warmwasser fallen aus. 12 Stunden lang bleibt es kalt!

11.30 Uhr, Eiswind am Patscherkofel
Im Skigebiet Patscherkofel frieren Skifahrer bei minus 24,6 Grad. Der Wind pfeift mit bis zu 45 km/h. Gefühlte Temperatur durch den Windchill-Faktor: minus 45 Grad.

11.30 Uhr, Frieren am Fußballplatz
Die Austria spielt im Horr-Stadion gegen Ruzomberok. Trainer Ivica Vastic zittert 90 Minuten auf der Ersatzbank. Er ist komplett eingehüllt, trägt zwei Hosen, dicken Pullover, Trainingsjacke und darüber einen langen Daunenmantel.

12.30 Uhr, nächster Kältetoter
Ein 66-jähriger Steirer stirbt in der Nacht auf Samstag auf der Turracher Höhe am Weg vom Auto zum Haus. Es ist bereits der fünfte Kältetote in Österreich in dieser Woche.

13.30 Uhr, Liftwart friert
In Ischgl hat es auf 2.320 Metern –21 Grad. Liftwart Martin Tschiderer. „Alle 20 bis 30 Minuten wechseln wir uns ab, sonst ist es zu kalt.“

14 Uhr, Bäche treten übers Ufer
In Niederösterreich im Bezirk Neunkirchen treten Bäche über die Ufer, weil sich durch die Minusgrade Eisstaus bilden.

15 Uhr, keine Gäste für Fiaker
Am Stephansplatz sagt Fiaker Markus Aigner bei –11 Grad: „Der Wind macht sehr zu schaffen. Gäste bleiben aus.“

18.30 Uhr, ÖAMTC in Hochbetrieb
Der ÖAMTC im Großeinsatz. Alleine in OÖ gab es 5.000 Notrufe.

Es bleibt eiskalt
Doch damit nicht genug – es muss weiter gezittert werden: Die Sibirien-Kälte bleibt noch eine Woche. ZAMG-Meteorologin Ariane Pfleger: „Ein Ende der Kältewelle ist nicht absehbar. Es bleibt eiskalt.“ Bis Freitag bewegen sich die Höchsttemperaturen gerade bei frostigen minus 10 bis minus 7 Grad. Erst am Samstag soll es „wärmer“ werden. Zu Mittag gibt es dann „warme“ 0 Grad.

Salzburg war 12 Stunden ohne Heizung

Gerade am kältesten Tag des Jahres funktionierte in Salzburg bei 10.000 Haushalten die Heizung nicht – und das bei -17 Grad in der Früh! Der Grund: Um 2.40 Uhr legte ein technischer Defekt am Schwerölkessel das gesamte Heizkraftwerk lahm.

Schwerölkessel Salzburg AG
Techniker arbeiten am Schwerölkessel; Foto: APA

Betroffen waren Salzburg-AG-Kunden im südlichen Bereich der Alpenstraße und in den Stadtteilen Nonntal, Parsch und Aigen.

Betroffener: Daunenjacke im Zimmer
Das Fernwärme-System kühlte langsam aus, das Warmwasser wurde kühler. Der Schock saß tief. „Von Stunde zu Stunde wird das Wasser kälter. Geht das so weiter, muss ich am Nachmittag zusperren“, empörte sich Friseur David Schwarz, der mit Daunenjacke und Haube im Laden stand. Auch Eva Schmidhuber verpasste ihrem Hund Romeo das Wintermäntelchen.

Viele Salzburger deckten sich zu Mittag schon vorsorglich mit Radiatoren bei Baumärkten an. Um 14.30 Uhr kam dann die Entwarnung: „Das System funktioniert wieder, am frühen Abend dürften alle Heizungen wieder funktionieren“, so die Salzburg AG. Nach 12 Stunden Kälte!

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6 Postings
zombi69 meint am 05.02.2012 01:12:01 ANTWORTEN >
Immerhin erhalten in A, D oder der CH kriminelle Asylbewerber und Straftatenmigranten eine warme Gratiswohnung inkl. Soziialhilfegelder zur Verfügung gestellt, derweil einheimische bedürftige Bürger auf der Strasse landen und links liegen gelassen werden wie Hunde.
hellraiser99 meint am 04.02.2012 13:20:16 ANTWORTEN >
komisch, als ich ein kind war, waren 80cm und mehr schnee sowie kälte unter -20 grad im winter normal - in der südoststeiermark wohlgemerkt - jetzt geht die welt unter wenns mal ein paar minusgrade hat, 5 schneeflocken fallen oder es im sommer gar mal ein paar liter regnet.
ich frage mich, wer anlagen konzipiert die bei ein paar minusgraden ausfallen, vermutlich die gleichen "experten" die in deutschland die klimaanlagen bei den zügen dimensioniert haben die bei mehr als 25grad im sommer ausfallen...

Dem meint am 04.02.2012 09:44:50 ANTWORTEN >
interessiert doch nicht wie es den anderen geht. Der hats warm, mehr zählt für ihn nicht.
SHOCK meint am 04.02.2012 02:37:45 ANTWORTEN >
Überall fällt oder ist Schnee gefallen , nur in Wien ( Alpen-Region ) nicht !! Wie gibts das bitte ??? O_o
moby26 meint am 03.02.2012 22:35:14 ANTWORTEN >
na der wird wohl kaum minusgrade spüren, bei dem treibstoff und dem volumen...
Und... meint am 03.02.2012 20:15:34 ANTWORTEN >
...zu alledem schweigt der blade Veltliner-Michl! Hauptsache der Glühwein geht nicht aus!!
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