Die Schock-Kälte friert uns ein

Legt Verkehr lahm

© Saalbach Hinterglemm/ALL

Die Schock-Kälte friert uns ein

Seiten: 12

Frost, Schnee und Kälte haben Österreich weiter fest im Griff. In der Nacht auf heute hat es in vielen Teilen des Landes wieder heftig geschneit. Das Tief "Petra“, das in ganz Europa für Chaos gesorgt hat, ist über Österreich gezogen. Von einem neuerlichen totalen Chaos blieb Österreich aber verschont.

wetter.at.png

Bundeshauptstadt als Kälteloch
Die Kältepole des Landes waren gestern vor allem Orte in der Steiermark und Niederösterreich. Der starke Wind im Osten ließ die gefühlte Kälte vor allem in Wien und Umgebung noch einmal um rund 15 Grad sinken und machte die Bundeshauptstadt ebenfalls zum Kälteloch. Die eisigen Temperaturen führten überall zu groben Problemen, vor allem im Straßen- und Schienenverkehr.

  • In Wien endete ein Unfall mit einem Schneepflug tödlich. Am Gürtel entgleiste eine Straßenbahn der Linie 6, weil die Schienen unter der klirrenden Kälte brachen. Die Folge: Behinderungen. Am Abend stauten sich nach einem Stromausfall beim Schottentor die Straßenbahnen. 

     
  • Auch in Oberösterreich (Luftenberg) kam es durch Glatteis zu einem tödlichen Unfall: Eine Frau krachte in einen Rettungswagen. Der 78-jährige Patient starb.
     
  • Zwischen Stockerau und Hollabrunn ließ die Polarkälte in der Früh Schienen brechen. Der Bahnverkehr war für zwei Stunden blockiert. Ein Bus-Ersatzverkehr wurde eingerichtet.

     
  • In Salzburg kam es zu einem Zug-Chaos: Weil viele Weichen in der Stadt und den Umlandgemeinden zugefroren waren, kamen Tausende zu spät zur Arbeit.
     
  • Auch in der Steiermark gab es Probleme beim Zugverkehr. Auf der Strecke Spielfeld-Radkersburg musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.
     
  • Erhöhung der Lawinenwarnstufe in Tirol. Ein Eurofighter-Überschallflug zwischen Schladming und Mariazell wurde wegen Lawinengefahr abgesagt.
     
  • Viele Autobatterien streikten aufgrund der niedrigen Temperaturen.
     
  • Vor allem in Wien blieben Aufzüge und Tore von Parkgaragen durch die Kälte stecken. 

     
  • Die Zahl der Verletzten mit Arm- und Beinbrüchen verdoppelte sich durch Stürze.

Die nächsten Tage bleiben eisig kalt, so Meteorologe Christian Ortner zu ÖSTERREICH. Gegen Weihnachten jedoch wird es milder. Damit falle die Chance auf weiße Weihnachten auf 40 %.

Den ersten Städten geht das Salz aus

Der heftige Winter lässt die Vorräte für Salz dahinschmelzen. Ganz Europa giert jetzt nach dem weißen Gold. Linz, Salzburg und Vorarlberg etwa warnen vor Knappheit bei Salz infolge von Lieferengpässen bei den Salinen Austria. Das Unternehmen von "Salzbaron“ Hannes Androsch zählt somit zu den Gewinnern der Polarkälte in Österreich. In Linz wurden in nur zwei Tagen 172 Tonnen Salz gestreut – rund ein Fünftel des durchschnittlichen Jahresverbrauchs. Auch in Wien kann die Nachfrage nicht mehr lange gedeckt werden. Stefan Maix, Vorstandschef der Salinen Austria, die 80 Prozent des heimischen Bedarfs abdecken: "Das ist bereits der dritte Winter in Folge, der die Salz-Vorräte massiv anknabbert. In ganz Europa ist das Salz jetzt knapp.“

Schaufeln
Auch die Baumärkte profitieren vom hohen Salzbedarf. Aber auch Schneeschaufeln und Eiskratzer sind bereits Mangelware, wie ein Rundruf in mehreren Märkten des Landes ergab. Und findige User weichen auf eBay aus, wo Räumungsgeräte und Schneeschaufeln Höchstpreise erzielen.

M. Jelenko

Zum Nachlesen auf Seite 2: Der Kälte-Schock im Live-Ticker

Seiten: 12
Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen