Gehversuche

Gehversuche

Die Vulkan-Wölfe sind in Wien gelandet

Sie sind nur zwei Kilo schwer, dreißig Zentimeter groß und wohl die kleinsten Leidtragenden des weltweiten Flugchaos: Drei Tage waren sie unterwegs, ganze zwei Tage mussten drei Mini-Wölfe im kanadischen Toronto auf ihren Flieger warten. Mit ihren Pflegerinnen zogen sie wie Millionen anderer von Hotel zu Hotel. Am Ende half ein Trick: In Hundeboxen wurden die Wölfe von den Pflegerinnen am Portier vorbei in die Hotelzimmer geschmuggelt.

Hintergrund der ungewöhnlichen Reise: Für Forschungszwecke soll das am 1. April geborene Geschwister-Trio in europäischen Tierparks aufwachsen. Neue Heimat von „Naaja“ soll der Wildpark Lüneburger Heide werden, die beiden bisher noch namenlosen Burschen werden im „Wolf Science Center“ im Tierpark Ernstbrunn (NÖ) leben. Doch ihre Reise wurde komplizierter als geahnt.

Geschwister mit Milch und Fencheltee gefüttert
„Wir haben so lange gewartet, immer wieder fielen Flüge aus. Mitten in der Nacht auf Dienstag kam endlich die Zusage, dass wir doch reisen dürfen“, erklärt Tanja Askani vom Wildpark Lüneburger Heide.

Um 23.20 Uhr (MESZ) gehen die Mini-Wölfe dann endlich in Hundetrans-portboxen an Bord des AUA-Flugs OS 072 in Toronto. Aber: Der Flug hebt erst mit einer Stunde Verspätung ab. Und: Wegen des Vulkan-Ausbruchs in Island muss er sogar noch einen Umweg über Spanien fliegen.

„Es war so warm im Flieger, ich hatte Angst, dass die Kleinen einen Kreislaufkollaps bekommen“, so Pflegerin Askani. Aber alles geht gut: Die zweieinhalb Wochen alten Tiere bekommen Fencheltee zu trinken, werden alle drei Stunden mit Milch gefüttert. Nach neuneinhalb Stunden Flug und mehr als einer Stunde Verspätung landen die Welpen um exakt 10.34 Uhr auf dem Flughafen in Wien.

In Österreich folgen Untersuchungen durch den Tierarzt und den Zoll. Um 13.28 Uhr ist es dann endlich so weit: Erstmals in ihren Leben betreten die Kleinen nun österreichischen Boden und werden bei ihren ersten Gehversuchen gleich von etlichen Journalisten in Empfang genommen. Um 13.44 Uhr gibt es unter lautem Quieken das erste Fläschchen in der neuen Heimat. „Wir freuen uns so, dass sie endlich da sind“, sagt Zsofia Virany, Leiterin des „Wolf Science Center“ glücklich.

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