Beifahrer bei Unfall auf A1 enthauptet

Drama in Salzburg

Beifahrer bei Unfall auf A1 enthauptet

Bei einem Unfall auf der Westautobahn in Salzburg ist am Vormittag eine Person ums Leben gekommen.

Der Mann saß auf dem Beifahrersitz eines BMW-Kombi, als der Wagen auf der Richtungsfahrbahn Salzburg bei der Ausfahrt Thalgau (Flachgau) von der Fahrbahn abkam. Das Auto prallte gegen eine Leitschiene, wurde in die Luft geschleudert, landete mit dem Dach voran auf einer Leitschiene und schlitterte noch meterweit daran entlang. Der Beifahrer wurde bei dem Unfall regelrecht enthauptet. Die 57-jährige Lenkerin aus der Schweiz - sie ist vermutlich die Frau des Toten - erlitt schwerste Verletzungen. Sie wurde ins Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht.

Das Dach des Wagens wurde von der Leitschiene aufgeschnitten. Der Lenkerin sei ein Teil eines Beines abgetrennt worden, berichteten Einsatzkräfte. Im Krankenhaus mussten dann beide Beine amputiert werden, erklärte Polizeisprecher Mario Rieder.

Unfallursache noch unklar
Warum die Lenkerin kurz nach 10.00 Uhr rund 200 Meter vor der Ausfahrt Thalgau die Kontrolle über das Fahrzeug verlor - es handelte sich nicht um ein Cabrio, wie es anfangs geheißen hatte -, stand vorerst nicht fest. Der verkehrstechnische Sachverständige Gerhard Kronreif soll nun den Unfallhergang klären. Er wurde nach Thalgau beordert.

Augenzeugen zufolge fuhr der BMW noch rund 60 Meter über einen Grünstreifen und dann auf eine ansteigende Leitscheine. Durch den Aufprall auf diese "Sprungschanze" sei der Pkw dann etwa 40 Meter weit geflogen und habe sich mehrmals auf der Leitschiene überschlagen. Nach 30 Metern blieb der Wagen am Dach auf der Leitschiene liegen. Beide Insassen waren in dem eingedrückten Wrack eingeklemmt. Sie wurden von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Thalgau geborgen.

Vor der Unfallstelle bildete sich ein Stau von einigen Kilometern. Die A1 wurde in Fahrtrichtung Salzburg bis 11.15 Uhr gesperrt, ab diesem Zeitpunkt war wieder ein Fahrstreifen frei. Der Verkehr wurde in Mondsee über die Bundesstraße umgeleitet, berichtete die Autobahnpolizeiinspektion Anif. Um 13.30 Uhr war der Unfallbereich geräumt. Die Feuerwehr stand mit 25 Helfern im Einsatz.



 

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