Drei Schwerverletzte bei Bahn-Unfall

In Oberösterreich

Drei Schwerverletzte bei Bahn-Unfall

Ein Bahn-Unfall bei Verschubarbeiten hat Montag früh in Marchtrenk im Bezirk Wels-Land drei Schwerverletzte gefordert. Sie wurden beim Entgleisen von zwei Güterwaggons auf einer Anschlussbahn zu einem Gewerbegebiet eingeklemmt beziehungsweise kamen sie unter dem Zug zu liegen.

Die Ermittlungen der ÖBB nach dem Unfall ergaben, dass auf dem von dem Unfall betroffenen Gleis ein zum Abbremsen bestimmter Hemmschuh auf den Schienen lag, der dort nicht hingehörte. Gegen 6.40 Uhr schob eine Lokomotive acht Waggons zum Zentrallager einer Handelskette. Der erste Wagen fuhr auf den Hemmschuh auf. Seine beiden Achsen sprangen aus den Gleisen. Auch der zwei Waggon entgleiste mit einer Achse. Einer der drei Verschubbegleiter wurde dabei zwischen dem ersten und dem zweiten Waggon eingeklemmt. Die beiden anderen wurden unter den Zug geschleudert.

Zur Bergung der Unfallopfer musste die Feuerwehr den aus den Schienen gesprungenen Waggon stützen, um ihn gegen ein Umstürzen zu sichern. Dann wurden die Verbindungen zwischen den Wagen gekappt und der Lokführer zog sie vorsichtig ein Stück auseinander. So konnte der Eingeklemmte befreit werden. Ihm war bei dem Unglück ein Fuß abgetrennt worden, der Notarzt konnte den Mann aber retten. Auch die beiden anderen wurden an den Beinen beziehungsweise am Brustkorb zum Teil schwer verletzt. Zwei Notarzthubschrauber und ein Rettungswagen brachten sie in verschiedene Spitäler. Ein Hilfszug der ÖBB stellte später den Waggon wieder auf. Untersucht wird noch, warum der Hemmschuh auf den Gleisen lag.

Das von dem Unfall betroffene Nebengleis liegt abseits der Westbahn. Der Betrieb auf dieser wichtigen Verbindung durch Österreich war nicht gestört.

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