Einbrecher nehmen Promis ins Visier

Vorgangsweise immer brutaler

Einbrecher nehmen Promis ins Visier

Sie sind der Albtraum jedes Haus- oder Wohnungsbesitzers. Einbrecher, die alles mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Zahl der Einbrüche ging im Jahr 2015 zwar um 9,3 Prozent gegenüber dem Jahr davor zurück, dennoch wird in Österreich täglich 42 Mal eingebrochen.

Dabei gehen die Täter mit immer größerer Brutalität vor und schrecken auch nicht vor einer sogenannten „Home Invasion“ (Einbruch, während die Eigentümer zu Hause sind) zurück.

Auch Prominente geraten dabei immer öfter ins Visier. Bei ihnen glauben die Kriminellen, besonders hohe Beute machen zu können. Zuletzt wurden zwei Ärzte-Ehepaare in Wien-Döbling brutal überfallen, gefesselt und beraubt. ÖSTERREICH sprach mit bekannten Einbruchsopfern.

Werner Schneyder

ÖSTERREICH: Herr Schneyder, im Februar wurde in Ihre Wohnung eingebrochen und eine teure Sammleruhr, Orden und Manschettenknöpfe gestohlen. Die Täter wurden später gefasst. Was haben Sie zurückbekommen?

Schneyder:
Nur einen Orden, sonst nichts.

ÖSTERREICH: Wie schützen Sie Ihre Wohnung seit dem Einbruch?

Schneyder: Ich habe mir danach ein hochwertiges Sicherheitsschloss einbauen lassen. Wenn da jetzt jemand widerrechtlich in die Wohnung will, muss er die Tür schon sprengen. Mein Home ist jetzt sozusagen mein Castle.

Otto Schenk

Schauspiel-Star Otto Schenk (85) und seine Ehefrau Renée hatten in ihrer Abwesenheit in ihrem Zweitwohnsitz in Oberhofen am Irrsee (Bez. Vöcklabruck) unliebsamen Besuch erhalten. Als das Ehepaar zu Ostern in das Ferienhaus kam, konnte es nicht glauben, was es sah: Einbrecher hatten seinen ganzen Stolz gestohlen, den Hozschnitt-Druck Die Hure Babylon des deutschen Malers Albrecht Dürer. Das entwendete Bild wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Von den Tätern fehlt weiter jede Spur.

Harald Serafin

ÖSTERREICH:
Herr Serafin, in Ihrer Wohnung am Wiener Rudolfsplatz wurde eingebrochen. Die Täter sind über die Terrasse gekommen und haben Ihnen Schmuck und Geld gestohlen: Haben Sie diesen Vorfall schon verkraftet?

Serafin: Ich mache heute schon Witze darüber, aber damals steckte der Schock tief. Vor allem bei meiner Frau. Sie schlief wochenlang nicht im Schlafzimmer, weil dort die Einbrecher übers Bett getrampelt sind und alles durchwühlt haben.

ÖSTERREICH:
Wie schützen Sie sich heute gegen einen weiteren Einbruch?

Serafin: Wir haben noch ein paar Alarmglocken mehr als früher, dazu einen Gitterzaun auf der Terrasse. Die Alarmanlage ist jetzt mit der Polizei verbunden und Wertgegenstände sind auf der Bank.

Gerald Pichowetz

ÖSTERREICH: Zwei Einbrecher haben vor Weihnachten 2015 aus Ihrem Haus Schmuck im Wert von 50.000 Euro gestohlen …

Pichowetz: Angenehm war das sicher nicht. Meiner Frau sind damals zwei Männer entgegengelaufen. Sie hat sie praktisch auf frischer Tat ertappt. Man denkt oft daran, dass fremde Menschen bei einem zu Hause herumgewühlt haben. Auch sind die Täter bis heute nicht geschnappt worden.

ÖSTERREICH:
Haben Sie die Sicherheitsvorkehrungen seither verstärkt?

Pichowetz: Ja, deutlich. Die Alarmanlage, die wir schon damals gehabt haben, ist verbessert worden. Auch haben wir Kameras installiert und einige Fallen aufgestellt, auf die ich hier verständlicherweise nicht genauer eingehen möchte.

ÖSTERREICH: Was wissen Sie über die Täter?

Pichowetz: Nur, dass sie ausländisch sprachen.

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