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Bild-Journalist Björn Stritzel

'Er riet, auf wehrlose Menschen loszugehen'

Er gab sich als IS-Sympathisant aus und schmuggelte sich monatelang ins Terrornetzwerk ein. Björn Stritzel, Reporter der deutschen Bild-Zeitung, legt offen, wie der IS operiert. Als vermeintlicher Attentäter, der Hilfe bei einem Anschlag suchte, stieß er über Onlineforen und Chatgruppen auf den berüchtigtsten Jihadisten Österreichs, Mohamed Mahmoud alias Abu Usama al-Gharib.

Der Austroterrorist, schon mehrmals für tot erklärt, veröffentlichte die ersten deutschen IS-Videos und erschoss 2015 in Syrien zwei Gefangene vor laufender Kamera. Er instruierte den Bild-Journalisten, wie er seine Anschlagspläne umsetzen könne.

Topterrorist riet zu Messer und Auto statt zur Bombe

Anleitung. Björn Stritzel fragte nach einer Anleitung zum Bombenbauen, doch Mahmoud riet ihm explizit ab: „Lass das Bauen, das ist zu gefährlich, und ein kleiner Fehler macht alles kaputt“, so Mahmoud. Stattdessen empfahl er Stritzel einfachere Methoden. „Er sprach davon, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren oder mit einem Messer auf möglichst wehrlose Menschen loszugehen“, so Stritzel im oe24.TV-Interview. „Er nannte als Ziele etwa Krankenhäuser und Altenheime.“

Wichtig sei es, eine Methode zu wählen, die möglichst rasch umzusetzen ist: „Sonst ist die Chance größer, dass man vorher entdeckt wird.“

Mahmoud empfahl dem Reporter IS-Propagandavideos, die genau zeigten, wie man mit Messern tötet. Rund um den Jahreswechsel brach der Kontakt ab. An Mahmouds Tod glaubt Stritzel dennoch nicht: „Ich gehe davon aus, dass er lebt.“(hoa)

„Nimm ein Auto und fahr in die Menge.“

oe24.tv: Sie waren in Kontakt mit IS-Leuten. Wie genau sind Sie vorgegangen?

Björn Stritzel: Ich war in geschlossenen Messenger-Gruppen unterwegs, hatte mit mehreren IS-Anleitern Kontakt, die mir Ratschläge gegeben haben, wie ich einen Anschlag verüben kann. Bei einem von ihnen handelte es sich um Mohamed Mahmoud.

oe24.tv: Er lebt also noch?

Stritzel: Diese Chats fanden von August 2016 bis Anfang des Jahres statt. Ich gehe aber davon aus, dass er auch heute noch lebt.

oe24.tv: Welche Anleitungen hat er Ihnen gegeben?

Stritzel: Er sprach von einfachen Terroranschlägen: keine Bombe, sondern mit einem Auto in eine Menge fahren oder mit einem Messer auf möglichst wehrlose Menschen losgehen. Nicht viel planen, sonst wird man entdeckt.(fuw)

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