Ersatzdrogen für 143.000 Euro verkauft

Sucht vorgetäuscht

Ersatzdrogen für 143.000 Euro verkauft

Bei Ermittlungen wegen Drogenhandels sind burgenländische Kriminalbeamte einem Fall von schwerem Betrug auf die Spur gekommen: Ein 40-jähriger Wiener soll in den vergangenen zehn Jahren Drogenersatzmittel weiterverkauft und damit einen Gewinn von rund 143.000 Euro gemacht haben. Um an die Stoffe zu kommen, täuschte der Mann vor, selbst drogenabhängig zu sein.

Drogentest manipuliert
Die zum Nachweis seiner Sucht notwendigen Drogentests soll der Verdächtige über Jahre hinweg manipuliert haben, so ein Ermittler. Die Medikamente bezog der Wiener über Arztrezept in der Apotheke. Ihm wird die Weitergabe von rund zwei Kilogramm Morphin, das im Ersatzmittel Substitol enthalten ist, vorgeworfen. Auch weitere bei der Ersatztherapie eingesetzte Medikamente - 4.800 Somnubene-Tabletten, 9.600 Stück Praxiten und 1.440 Anxiolit-Tabletten - wechselten letztlich zum Nachteil der Krankenkasse den Besitzer.

Der 40-Jährige wurde am Donnerstag in Wien-Floridsdorf von der Polizei befragt. Nach der Einvernahme klickten die Handschellen, der Festgenommene wurde in die Justizanstalt Josefstadt gebracht. Gegen ihn wird wegen Verdacht auf Drogenhandel und schweren gewerbsmäßigen Betrug ermittelt. Auf die Spur kamen dem Mann Beamte vom Bezirkskriminaldienst Neusiedl am See und vom Landeskriminalamt Burgenland, die in einem Fall ermittelten, in dem es in Vergangenheit sieben Festnahmen gab.

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