Erste Einvernahmen wegen Todes-Käse

Im Hartberger Werk

© APA/GEORG HOCHMUTH

Erste Einvernahmen wegen Todes-Käse

In der Hartberger Niederlassung von Prolactal, jenem Produktionsbetrieb, von dem der listerienversuchte Quargel seinen Ausgang genommen hat, sind erste gerichtlich angeordnete Einvernahmen durchgeführt worden. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, am Montag erklärte, sei der Produktionsleiter polizeilich vernommen worden.

Bacher sagte, dass die am Sonntag seitens der Firma zur möglichen Ursache abgegebene Stellungnahme, der eine Sachverhaltsdarstellung ans Gericht folgen soll, keinen Einfluss auf das Vorgehen der Behörde habe: "Aber es kann uns Zeit sparen, wenn mögliche Fehlerquellen identifiziert wurden". Dies ersetze natürlich nicht die objektive und unabhängige Beurteilung des Sachverhalts, so Bacher. Als nächstes würde nun ein Gutachter bestellt, wobei die Auswahl penibel erfolgen müsse, um allfällige Befangenheitsvorwürfe von vornherein auszuräumen.

Im Ermittlungsverfahren geht man laut Anklagebehörde von fahrlässiger Gemeingefährdung mit Todesfolge aus. Der Strafrahmen beträgt sechs Monate bis fünf Jahre Haft.

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