Europaspitze beim Trinken und Rauchen

Junge Österreicher

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Europaspitze beim Trinken und Rauchen

In Bezug auf Alkohol- und Tabakkonsum von Jugendlichen zwischen 15 und 16 Jahren liegt Österreich über dem Durchschnitt der 35 Mitgliedsländer des Europarats, die in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der sogenannten Pompidou-Gruppe berücksichtigt wurden. Nur in Bezug auf den Konsum von Cannabis und Beruhigungsmitteln liegt Österreich unter dem Durchschnitt. Für die Studie, die alle vier Jahre durchgeführt wird und sich auf das Jahr 2007 bezieht, wurden 100.000 Schüler in den 35 Ländern befragt.

Jeder zweite 15- und 16-Jährige war schon betrunken
Demnach haben in Österreich 92 Prozent der Befragten Schüler (82 Prozent im Durchschnitt der 35 Länder) in den vergangenen zwölf Monaten Alkohol getrunken, 56 Prozent (gegen 39 Prozent im Durchschnitt) waren in der Zeitspanne betrunken. Mit einem Konsum von 5,5 Zentiliter 100-prozentigem Alkohol an einem Tag lagen die heimischen Jugendlichen ebenfalls über dem Durchschnitt, der 4,2 Zentiliter beträgt.

45 Prozent der jungen Österreicher haben in den vorangegangenen 30 Tagen Tabak geraucht (gegen 29 Prozent im Durchschnitt). 17 Prozent im Vergleich zu 19 Prozent im Durchschnitt der 35 Länder konsumierten Cannabis. Der Konsum anderer Drogen lag mit elf Prozent (gegen sieben Prozent) dagegen wieder über dem Durchschnitt. Der kombinierte Konsum von Alkohol und Medikamenten erreicht in Österreich mit zwölf Prozent doppelt so viel wie im Durchschnitt aller Länder. Nur zwei Prozent der jungen Österreicher (sechs Prozent im Durchschnitt) konsumieren Beruhigungsmittel.

Nach den Angaben wurde in den zwölf Jahren seit Beginn dieser periodischen Studien des Europarats eine Abnahme des Tabakkonsums seitens Jugendlicher in fast allen europäischen Ländern festgestellt. Der Alkoholkonsum hat sich nicht stark verändert, zugenommen hat allerdings der gelegentliche exzessive Konsum von alkoholischen Getränken. Was die Drogen anlangt, so führt in Europa nach wie vor Cannabis vor anderen illegalen Suchtmitteln. Allerdings wurde ein Ende der steigenden Tendenz zwischen 1995 und 2003 im Drogenkonsum festgestellt. Dieser nahm laut Studie zwischen 2003 und 2007 weiter ab.

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