Experte rechnet mit Nachbeben

Erdbeben bei Wien

Experte rechnet mit Nachbeben

Nach dem Erdbeben der Stärke 4,2 bei Ebreichsdorf, das am Mittwoch um 19.17 Uhr Niederösterreich, das Burgenland und Wien erschütterte, kam es um 21.42 Uhr zu einem Nachbeben der Stärke 2,9. ZAMG-Experte Wolfgang Lenhardt rechnet mit weiteren Beben in den nächsten fünf bis sechs Tagen. Die Bruchfläche, die schon bei dem Beben vor zwei Wochen unter Druck gestanden sei, dürfte noch nicht ganz entspannt gewesen und daher nachgerückt sein. "Ich hoffe, das war es jetzt."

Die Gefahr eines weiteren Hauptbebens sah der Seismologe als eher gering: "Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass jetzt einmal eine Ruhe ist nach den kurzen Abständen." Bei den zwei Hauptbeben habe sich viel Druck abbauen können, so Lenhardt.

Vier Nachbeben in der Nacht
Über Nacht bebte die Erde noch weitere vier Mal.  In der Zwischenzeit seien auch mehrere kleinere Schadensmeldungen eingegangen. Dabei handle es sich allerdings nur um "kosmetische Schäden", so Lenhardt.

Schadensmeldungen
"Vereinzelt gab es feine Risse im Verputz", sagte der Seismologe über die unmittelbaren Auswirkungen nach dem Hauptbeben um 19.17 Uhr. Rund zweieinhalb Stunden später, gegen 21.42 Uhr, habe sich das erste Nachbeben mit einer Stärke von 2,9 ereignet. Nach Mitternacht bebte dann die Erde noch insgesamt drei Mal, wobei dies kaum verspürt worden sei, so Lenhardt.

Der ZAMG-Experte schätzt, dass es bei den erwarteten Nachbeben zu keinen weiteren Schäden kommen wird.

>> Wieso häufen sich Erdbeben in Österreich?

Das sagen die oe24-Leser 1/9
Klaus Freilach aus Reisenberg (NÖ) Wir wohnen in Reisenberg, im Bezirk Baden und haben soeben um ca. 19.20 Uhr ein neuerliches, ähnliches heftigen Beben wie am 20.9.2013 verspürt. Es gab ein Grollen, und man hat gespürt, dass alles vibrierte. Ich habe sofort mit meiner Schwiegermutter Kontakt aufgenommen, auch sie haben dieses Beben verspürt.
Markus aus Sieghartskirchen (NÖ) Schon wieder Erdbeben in Niederösterreich! In Sieghartskirchen deutlich merkbar! 
Eva Hodulik aus Schwechat Heute vor ZIB, auf der Couch sitzend, verspürte ich ein Rütteln und hörte das Klirren vom Bild darüber.Es kam dann auch bald die Meldung in der ZIB vom Erdbeben in der Region Ebreichsdorf.
Stephan Wersan aus Wien-Hernals Ich meine um 19:18 ein Erdbeben verspürt zu haben. Ort: 1170 Wien, Lacknergasse. Geschätzte Stärke: Schwächer als das Letzte in der Nacht, ca 3,5 – 4,0.
Maria M. aus Wien-Penzing Das Beben war im Haus deutlich zu spüren, alles hat gewackelt. In den Kaminen des Hauses dürfte sich etwas gelöst haben und ist nach unten gedonnert.
Gaby Stix aus Neufeld/Leitha Neufeld/L also 2 Ortschaften weiter... Jaaaa, ganz schön heftig
Lidija Mayer aus Wien-Alsergrund Das Beben war deutlich im 9.Bez / 4.Stock ... Seltsames Gefühl. 
Claudia Mundorff aus Wien Hat ziemlich gerumpelt und gewackelt! Sehr kurz, aber dafür auch sehr laut! 
Corinne Milliand aus Wien-Hietzing Ja, in Wien 13, Hietzing haben wir es ganz deutlich gespürt.

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Aufzeichnung der ZAMG, Foto: ZAMG

Beben-Zone
Das südliche Wiener Becken ist als Erdbeben-Herd bekannt. „Der Grund liegt in der horizontalen Verschiebung der Erdkruste entlang der Mur-Mürz-Furche“, erklärt Erdbeben-Expertin Christiane Freudenthaler. Erdbeben dieser Stärke ereignen sich üblicherweise alle zehn Jahre. Warum es nun innerhalb von nur zwei Wochen zwei Mal bebte, wissen selbst die Experten nicht.

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