Fall Sofia: Prozess in 2 Wochen

Niederösterreich

Fall Sofia: Prozess in 2 Wochen

Das Weihnachtsfest bei der Familie Povse in Berndorf (NÖ) war heuer getrübt. Der Grund: Bereits in zweieinhalb Wochen, am 10. Jänner 2014, findet die entscheidende Verhandlung in Venedig statt, ob die siebenjährige Sofia bei ihrer Mama Doris, Stiefvater Raimund und ihrem Bruder Philip bleiben darf oder nach Italien abgeschoben wird.

Zwei Verfahren: Teilnahme an Prozess zu gefährlich
Der Termin kommt viel früher als erwartet: „Ich versuche, das über die Feiertage wegzuschieben. Aber natürlich denke ich immer wieder an diesen Tag“, sagt Mutter Doris Povse zu ÖSTERREICH. Was ihr missfällt: Sie darf nicht nach Italien fahren, weil dort gegen sie zwei Verfahren wegen Kindesentführung laufen und ihr die Verhaftung droht. Povse: „Dabei hätte ich so gerne meine Sichtweise dargestellt, aber das ist zu gefährlich.“

Das Gericht urteilt darüber, ob die Aussetzung der Vollstreckung (also dass Sofia nach Italien abgeschoben wird) ausgesetzt wird, wie das zuletzt das Gericht in Österreich feststellte. Ob auch die Frage der Obsorge demnächst endgültig geklärt wird, ist ungewiss.

Anruf von Sofias Oma: "Wie geht es Mädchen?"
Wie berichtet, läuft der Obsorgestreit um Sofia bereits seit Jahren. Der leibliche Vater Mauro A. stammt aus Italien – er sah Sofia zuletzt vor viereinhalb Jahren. Die Stimmung zwischen den Eltern ist mehr als angespannt. „Er sagte zuletzt vor Gericht, er will mich ruinieren“, so Povse. Einziger Lichtblick aus Italien: Sofias Oma Vanda hat sich gemeldet und über Sofia erkundigt.

(prj)

Etappensieg für Mutter im Fall Caspar - Sie darf ihren Sohn sehen

Nach der Entführung darf Dominique R. ihren Sohn vier Tage pro Woche sehen.
Baden. Ein größeres Weihnachtsgeschenk könnte es für Dominique R. (41) heuer nicht geben: Sie darf ihren Sohn Caspar (4) vier Tage in der Woche sehen, das entschied das zuständige Gericht per Anordnung. Der Vierjährige befindet sich derzeit auf der Kanalinsel Sark. Dorthin hat ihn im Oktober sein Vater Stefan G. (43) während eines Ausflugs auf den Spielplatz in Baden entführt. Keine Lösung gibt es jedoch in der Frage der Obsorge. Trotz intensiver Bemühungen der Rechtsanwältin Britta Schönhart sei eine einvernehmliche Lösung bisher gescheitert.

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