Familienvater fuhr seine eigenen Kinder tot

Familiendrama

Familienvater fuhr seine eigenen Kinder tot

Ein Familienvater ist für die Todesfahrt mit seinen zwei kleinen Kindern vom Landgericht Görlitz im deutschen Bundesland Sachsen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Die Kammer habe eine besondere Schwere der Schuld festgestellt, erklärte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Damit kann die Reststrafe nach 15 Jahren nicht automatisch zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der 47-Jährige raste im September 2015 auf einer Bundesstraße mit Absicht gegen zwei Bäume - mit mindestens Tempo 150. Dabei starben seine vier Jahre alte Tochter sowie sein fünfjähriger Sohn, er selbst überlebte. Das Gericht ging von Heimtücke und niedrigen Beweggründen des Angeklagten aus. "Er hat die Kinder als Werkzeug benutzt, um seine Ehefrau zu bestrafen", so der Gerichtssprecher. Diese hatte ihn zuvor verlassen. Die Kinder seien völlig arglos in das Auto des Vaters gestiegen, so der Sprecher.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig
Der Verteidiger, der auf sechs Jahre Haft wegen Totschlags in minderschwerem Fall plädiert hatte, will den Richterspruch anfechten. Der Mann sei in einem psychischen Ausnahmezustand gewesen und habe einen erweiterten Suizid mit seinen Kindern begehen wollen, sagte er.

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