Feiger Sex-Täter leugnet Überfälle

Prozess-Auftakt

Feiger Sex-Täter leugnet Überfälle

Die Beweise gegen einen 23-jährigen Pizzabäcker sind erdrückend: Opfer, die ihn eindeutig wiedererkannten, Bilder aus Überwachungskameras, DNA-Spuren und die Rufdaten-Rückerfassung. Doch bis zum Prozessbeginn am Dienstag vor dem Straflandesgericht leugnete der gebürtige Mazedonier die Sex-Überfälle oder er hüllte sich in Schweigen.

Zehn versuchte Vergewaltigungen, sieben sexuelle Belästigungen und eine versuchte Nötigung wirft die Anklage dem 23-Jährigen vor. „Er ist ein Serientäter“, sagte die Staatsanwaltschaft.

Opfer in Keller gezerrt und mit Messer bedroht

Der Angeklagte lauerte seinen Opfern in Öffis auf. Er verfolgte sie nach dem Aussteigen auf dem Heimweg, fiel meistens in Stiegenhäusern über die Frauen her. Der schlimmste Übergriff laut Anklage: Im August sprach er eine Frau nach einem Lokalbesuch an, packte sie am Hals und zerrte sein Opfer in ein Kellerabteil, wo er es mit einem Messer bedrohte und würgte. Dennoch gelang der Frau die Flucht.

Dem Mazedonier droht eine lange Haftstrafe. Das Urteil soll nach vier Verhandlungstagen am 29. Juli fallen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

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