Demo-Mittwoch legt Wiener City lahm

Ringstraße gesperrt

Demo-Mittwoch legt Wiener City lahm

Am Mittwoch wird in Wien das Burschenschaft-nahe "Fest der Freiheit" abgehalten. Gegen die Veranstaltung sind Protestkundgebungen von linker Seite angekündigt, aber auch die Organisatoren des Fests selbst haben eine Demonstration angemeldet. Die Polizei rief im Vorfeld zum Gewaltverzicht auf, sie wird mit einem Großaufgebot im Einsatz sein. In der Innenstadt sind Verkehrsbehinderungen zu erwarten.

"Fest der Freiheit" in der Innenstadt
Der Verein "Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848" hat ab 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion am Josefsplatz geladen. Laut Polizei haben die Veranstalter des "Fests der Freiheit" eine "Marschkundgebung" angemeldet. Beginn ist um 17.30 Uhr. Diese soll vom Josefsplatz durch die Herrengasse bis zum Niederösterreichischen Landhaus führen. Der Anmelder rechnet laut Polizei mit bis zu 500 Teilnehmern, die Abschlusskundgebung ist demnach um 23 Uhr geplant.

route2.jpg © Google Maps, oe24.at

(Google Maps, oe24.at, *Die genaue Route vom Schwarzenbergplatz zur Universität ist noch nicht bekannt)

Gegendemo startet am Schottentor
Die geplanten Proteste gegen den von linker Seite befürchteten "Aufmarsch" von Burschenschaftern beginnen bereits am Vormittag. Um 11.00 Uhr hat das Bündnis NOWKR zu einer Standkundgebung vor der Universität Wien gegen die "Schmiss-Germanen" aufgerufen, wie es in einer Aussendung vergangene Woche hieß. Das Bündnis will damit gegen "deutschnationale Burschenschafter des WKR (Wiener Korporationsring)" protestierten, die sich dort jeden Mittwoch treffen und um Nachwuchs werben würden.

Um 17.00 Uhr wird - ebenfalls vor der Universität Wien - ein Demonstrationszug der "Offensive gegen Rechts" starten, die bereits gegen die Kundgebung der rechtsgerichteten "Identitären" Mitte Mai aktiv war. Der Demozug wird laut Polizei dann gegen die Fahrtrichtung der Ringstraße bis zum Schwarzenbergplatz führen, danach über den Stephansplatz wieder zur Universität zurück. Die genaue Route durch die Innenstadt ist derzeit nicht bekannt. Die Organisatoren rechnen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern.

Auch das "NOWKR"-Bündnis hat zu Aktionen gegen das "Fest der Freiheit" am Abend aufgerufen. "Ziel ist die Verhinderung, egal mit welchen Mitteln", erklärte das Bündnis vergangenen Freitag dazu.

Staugefahr auf der Ringstraße
Der ÖAMTC empfiehlt am Mittwoch in der Wiener Innenstadt auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Ab den Vormittagsstunden könne es wegen diverser Standkundgebungen im 1. Bezirk zu Anhaltungen bzw. Umleitungen kommen. Ab ca. 17:00 ist laut ÖAMTC mit einer Sperre der Ringstraße von Schwarzenbergplatz bis Schottengasse/Währinger Straße zu rechnen. Der Club befürchtet teils erhebliche Staus auf folgenden Strecken:

Ringstraße, Roßauer Lände, Franz-Josefs-Kai, Untere Donaustraße, Praterstraße, Franzensbrückenstraße, Zweierlinie, Schwarzenbergplatz, Rennweg, Prinz-Eugen-Straße, Rechte Wienzeile, Burggasse, Lerchenfelder Straße, Josefstädter Straße

Polizei stetzt auf Deeskalation
Die Polizei appelliere an alle Kundgebungsteilnehmer, auf Gewalt zu verzichten, sagte ein Sprecher. "Wir setzen voll auf Dialog und Deeskalation." Es werden "zig hunderte Beamte" im Einsatz stehen, auch aus den Bundesländern. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Polizei im Notfall auch durchgreifen werde, sollte Gewalt angewendet werden. Die Exekutive rechnet mit Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt ab etwa 17.00 Uhr, es wird auch zu temporären Sperren des Rings kommen.

Acht Standkundgebungen in der City
Neben den beiden Demonstrationszügen sind auch acht Standkundgebungen angemeldet. So werden etwa zahlreiche Organisatoren der Initiative "Jetzt Zeichen setzen" zwischen 15.00 und 18.00 Uhr bei Standkundgebungen Info-Material über Burschenschaften verteilen - und zwar am Morzinplatz, am Stephansplatz und vor dem Republikdenkmal beim Palais Epstein.

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