Feuer-Mord immer rätselhafter Feuer-Mord immer rätselhafter

Indizien wackeln

© Steinbacher

 

Feuer-Mord immer rätselhafter

Wie ÖSTERREICH bereits am Montag exklusiv berichtet, war es ausgerechnet der 58-jährige Agustin S. gewesen, der sich eine Woche nach dem Feuer-Mord von Nickelsdorf sich an die Polizei wandte und das Opfer als Lydia Dobija identifizierte. Er hatte Fotos vom Schmuck, der bei der Leiche gefunden wurde, in der am Mittwoch erscheinenden Zeitschrift News gesehen und gleich am nächsten Tag die Polizei angerufen: „Ich glaub’, ich weiß, wer die Frau ist.“

Bevor der Familienvater und Ehemann einer Orchester-Geigerin kurz darauf als Hauptverdächtiger festgenommen wurde, rief er noch alle Freunde an und erzählte geschockt, dass er soeben erfahren hatte, dass die Polin, die er von seinem Ticket-Häuschen am Handelskai kennt, die verbrannte Frauenleiche aus dem Burgenland ist.

Angesichts dessen fragen sich viele, warum ein Täter so etwas macht – weil er unschuldig ist?

Dazu passen zwei weitere Rückschläge bei den Ermittlungen, von denen ÖSTERREICH erfuhr: So hat man in einem beschlagnahmten Pkw des Verdächtigen – einem Ford Mondeo – im Kofferraum eine Blutspur entdeckt. Von der mittlerweile aber feststehen soll, dass sie nicht vom Mordopfer Lydia Dobija (72) stammt. Sondern von Agustin S. selbst.

Raubmord
Dann wären da noch die 7.000 Euro in Bar, die von der Kripo in einem Sakko von Agustin S. gefunden wurden. Wie bereits berichtet, soll die rüstige Polin am Tag vor ihrem grausamen Tod bei der Bank 3.000 Euro abgehoben haben. Der Geldbetrag ist bis heute verschwunden. Der Verdacht der zuständigen Kriminalabteilung im Burgenland: Der gebürtige Argentinier, der im Bezirk Gänserndorf wohnt (und dessen Frau und vier Kinder zum Tatzeitpunkt im Ausland waren) könnte seine Bekannte Lydia Dobija wegen des Geldes erschlagen und im Burgenland angezündet haben.

DNA
Nur: Der Ticket-Verkäufer konnte einen Freund nennen, von dem er sich bereits mehrere Tage vor dem Tod der Polin 6.000 Euro ausgeborgt hatte. Der Freund bestätigte die Angaben. Agustins Anwalt Rifaat zu ÖSTERREICH: „Wenn die Ermittler glaubten. dass das Geld trotzdem von dem Mordopfer ist, sollen sie die Scheine ruhig auf DNA überprüfen. Mein Mandant hat nichts zu befürchten. Er war es nicht!“

Für die Polizei bleibt der Argentinier der Hauptverdächtige und sucht jetzt mit neuen Fotos nach Zeugen, die ihn oder Lydia Dobija am 20. Juli im Norden Wiens oder irgendwo entlang der Donau oder vielleicht sogar im Burgenland gesehen haben.

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