Flüchtlings-Drama am Hauptbahnhof

Mann drohte mit Suizid

Flüchtlings-Drama am Hauptbahnhof

Der Mann war völlig verzweifelt, wusste nicht mehr ein noch aus. Und dann setzte der – mutmaßliche – Palästinenser, der gar nicht Deutsch und kaum Englisch sprach, um 19.30 Uhr ein dramatisches Zeichen:

Er kletterte direkt neben dem improvisierten Asyl-Zentrum der Wiener Helfer am Hauptbahnhof auf einen der gewaltigen Baukräne mit über 80 Meter Höhe. Und er drohte – auch ohne Worte – mit dem Offensichtlichen: „Ich springe.“

fuhrich_FUR_4318.jpg © Fuhrich_Der Mann konnte gerettet werden
(c) Fuhrich_Der Mann konnte gerettet werden

Dramatischer Einsatz. Die Einsatzkräfte lösten Großalarm aus, wie Thomas Keib­linger von der Wiener Polizei berichtet. Die Feuerwehr sicherte unten mit Sprungtüchern und gewaltigen Matratzen, oben waren, so Keib­linger, „unsere Verhandlungsspezialisten und die Seiltechniker der WEGA im Einsatz.“

Seiltechniker der WEGA bringen Mann hinunter
Nach mehr als zwei Stunden, exakt um 21.40 Uhr, das erste positive Signal. Keiblinger: „Der Mann klettert, gesichert von unseren Seiltechnikern, im Inneren des Krans nach unten.“ Gegen 22 Uhr dann die erlösende Nachricht: „Der Mann ist wieder unten!“ Großes Aufatmen.

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