Fragen und Antworten zur Impfung

Schweinegrippe

© TZ ÖSTERREICH / FALLY

Fragen und Antworten zur Impfung

Am kommenden Montag startet das Impfprogramm gegen das A(H1N1)-Virus in Österreich auch für Personen, die nicht zum Gesundheitspersonal zählen. Für dieses läuft die Aktion bereits seit 27. Oktober.

Ist genug Impfstoff vorhanden?
Bis Ende November soll Österreich rund 1,6 Mio. Dosen der Vakzine ("Celvapan") erhalten. Das reicht für die Durchimpfung von rund 800.000 Menschen bei zwei Teilimpfungen. Nimmt man die unten angegebenen Risikogruppen, ist mehr als genug an Vakzine vorhanden. Auch deshalb, weil sich nicht jeder - ob zum Gesundheitspersonal im weiteren Sinn (280.000 Menschen) oder nicht zählend - immunisieren lässt. Bei den ab Anfang kommender Woche zur Impfung gerufenen Menschen handelt sich um einen Personenkreis von rund 600.000 Menschen.

Für wen kommt die Impfung gegen die Neue Grippe in Betracht?
Die Behörden haben neben dem Gesundheitspersonal mehrere Risikogruppen ausgemacht. Das sind:

1. Personen ab dem sechsten Lebensmonat bis zum 49. Lebensjahr mit folgenden Grunderkrankungen: chronische Krankheiten des Atmungssystems, chronische Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, chronische neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen, andere Grundkrankheiten, welche die Immunität schwächen oder die Atmungsfunktion beeinträchtigen (inklusive Fettsucht), chronische Stoffwechselerkrankungen (insbesondere Diabetes mellitus),chronische Leber- und Nierenerkrankungen, Immunsystemschwäche (angeboren oder erworben), Krebserkrankungen.

Die Impfung von Kindern mit diesen Grunderkrankungen wird ab dem sechsten Lebensmonat empfohlen. Empfohlen wird auch die Pneumokokkenimpfung.

2. Schwangere (ab der 15. Schwangerschaftswoche), auch Frauen vor einer geplanten Schwangerschaft sollten sich impfen lassen. Bei Schwangeren, die in Unkenntnis einer bestehenden Gravidität im ersten Schwangerschaftsdrittel geimpft wurden, besteht kein erhöhtes Risiko für Mutter und Fötus.

3. Enge Familienangehörige und Betreuungspersonen von Kindern unter sechs Monaten mit oben genannten Grunderkrankungen. Diese Personen sollen geimpft werden, da der Impfstoff bei Kindern unter dem sechsten Lebensmonat nicht zugelassen ist.

Womit wird geimpft?
Für die Impfung gegen die Neue Grippe steht in Österreich der Impfstoff Celvapan zur Verfügung. Die Vakzine wird in den Oberarm injiziert. Celvapan enthält keine Adjuvantien und Konservierungsmittel. Zur Erreichung eines vollen Impfschutzes sind gemäß den aktuellen Zulassungsbedingungen zwei Teilimpfungen erforderlich.

Wann?
Risikopersonen und andere, die sich impfen lassen wollen, wird die Impfung ab 9. November 2009 angeboten. Pro Person sind jeweils zwei Teilimpfungen im Mindestabstand von drei Wochen erforderlich.

Was ist mitzubringen?
Impfausweis (wenn vorhanden), ansonsten liegt auch ein eigener Impfpass bereit, in den die Impfung eingetragen wird. Allergieausweis (wenn vorhanden) E-Card bei Versicherten. Schwangere und Kinder: erforderliche ärztliche Bestätigung oder Mutter-Kind-Pass.

Wo?
Impfstellen gibt es vor allem bei Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistraten sowie bei den Außenstellen der Gebietskrankenkassen. Detaillierte Informationen dazu findet man auf der Website des Gesundheitsministeriums unter http://www.bmg.gv.at.

Was kostet die Neue Grippe-Impfung? Wer muss zahlen?
Die Kosten des Impfstoffes wird on den Sozialversicherungsträgern übernommen und sind von diesen direkt an den Hauptverband abzuliefern. Die Rezeptgebühr bzw. die Gebühr für Nicht-Versicherte wird mittels Erlagschein eingehoben. Versicherte zahlen zweimal die Rezeptgebühr (jeweils 4,90 Euro, macht zusammen 9,80 Euro). Nicht-Versicherte kostet die Impfung zweimal acht Euro, also insgesamt 16 Euro.

Wer sich schützen will, sollte sich auch weiterhin gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Die Vakzine dazu erhält man in den Apotheken.

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