Freundin in Badewanne ertränkt

Mord-Prozess

Freundin in Badewanne ertränkt

In einem zweitägigen Mordprozess in Klagenfurt soll geklärt werden, ob der ­angeklagte 33-Jährige seine Freundin Christiana N. (30), die vollgedröhnt mit Drogen war, tatsächlich in der Badewanne ertränkt oder ob es sich nur um unterlassene Hilfeleistung gehandelt hat, wie der Beschuldigte selbst behauptet. Demnach will er mit einem Freund die bewusstlose Frau nur deshalb unter die Dusche gezerrt haben, um sie wieder wach zu bekommen. Als ihm das nicht glückte, ging der Angeklagte einfach in den nächsten Supermarkt, sich Alkohol besorgen.

Nicht nur der Staatsanwalt zeigte sich schockiert: „Da stirbt ein Mensch, und Sie gehen Bier kaufen?“ Der Richter erklärte dem Angeklagten, dass man einen Mord auch durch Unterlassung begehen könne. Und dann tauchte auch noch das Motiv für eine möglicherweise eiskalt geplante Tat auf: Eifersucht.

Er habe sich am Tag ihres Todes mit zwei Männern aus dem Suchtgiftmilieu getroffen und erfahren, dass einer der beiden Sex mit Christiana gehabt habe. Das Urteil wird heute erwartet. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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