Frühling so sonnig wie noch nie

Neuer Rekord

Frühling so sonnig wie noch nie

Der Frühling 2011 hält Einzug in die Annalen der heimischen Meteorologie: Laut einer am Mittwoch von der ZAMG veröffentlichten Bilanz waren die Monate März bis Mai die sonnigsten seit Beginn der Sonnenscheinaufzeichnungen im Jahr 1880. Die Sonnenscheindauer lag um durchschnittlich 41 Prozent über dem vieljährigen Mittel 1971-2000. Allerdings fiel stellenweise nur halb so viel Niederschlag, was vor allem der Landwirtschaft zu schaffen machte.

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Rekord übertroffen
"Der alte Rekord aus dem Jahr 2007 wurde um drei Prozent übertroffen", resümierte Klimatologe Alexander Orlik. Einhergehend mit den vielen Sonnenstunden war das österreichweite Temperaturmittel ebenfalls sehr hoch: Der Frühling 2011 war mit plus 1,9 Grad zum vieljährigen Mittel der sechstwärmste seit Beginn der Messungen im Jahr 1767. Doch wo viel Sonne, da leider auch wenig Regen. Das vergangene Frühjahr gehört mit einem Minus von 25 Prozent zum Normalwert zu den niederschlagsärmsten der vergangenen 20 Jahre.

Die Sonnenausbeute war in ganz Österreich außergewöhnlich. An vielen Stationen purzelten die Rekorde. So schien die Sonne im Frühling in Innsbruck seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1906 mit rund 795 Stunden noch nie so lang. Neue Bestmarken wurden auch in Bad Gleichenberg (745 Stunden), Bad Ischl (598 Stunden), Graz (754 Stunden) und am Sonnblick (642 Stunden) aufgestellt. Mit 803 Sonnenstunden "siegte" Neusiedl am See (B), was einem Plus zum vieljährigen Mittel von 39 Prozent beträgt.

Sonnig und warm
Auch im Westen waren März, April und Mai ungewöhnlich sonnig und warm - plus 2,5 Grad im Vergleich zum Mittel 1971-2000 in Vorarlberg und Tirol. Dies ergab in Summe den drittwärmsten Frühling seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1777. Die größte positive Temperaturabweichung wurde am Patscherkofel mit 3,1 Grad erreicht. In den restlichen Regionen Österreichs bewegten sich die Anomalien zu den Mittelwerten zwischen 1,0 und 2,1 Grad. Der absolut wärmste Ort, mit einem Temperaturmittel von 13,7 Grad, war die Wiener Innenstadt. Hier wurde am 24. Mai mit 31,4 Grad auch die höchste Temperatur in diesem Frühjahr gemessen.

Obwohl die Niederschläge der letzten Maitage die Defizite noch leicht mildern konnten, blieb der Frühlingsregen im Flächenmittel um etwa 25 Prozent hinter den Normalwerten. Besonders wenig Niederschlag im Vergleich zum vieljährigen Mittel fiel zwischen den Ötztaler Alpen und den Hohen Tauern. In Obergurgl (T) erreichte die Niederschlagssumme nur 48 Prozent des Normalwertes. Um 20 bis 40 Prozent zu trocken verlief der Frühling 2011 im Tiroler Oberland, im Hausruck- und Traunviertel sowie in der Obersteiermark und in der Wachau. Absolut gesehen am trockensten blieb es in Krems (NÖ) mit nur 65 Millimetern (53 Prozent).

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