Führerschein-Vormerksystem bei vielen unbekannt

Rund ein Drittel

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Führerschein-Vormerksystem bei vielen unbekannt

Drei Jahre nach Einführung des Führerschein-Vormerksystems lässt die Bekanntheit und das Wissen darüber zu wünschen übrig. Haben im August 2005 immerhin 83 Prozent der befragten Führerscheinbesitzer vom sogenannten "Punkteführerschein" gehört, waren es im Juli 2008 nur mehr 67 Prozent. Demnach kennt ein Drittel der Autofahrer das Vormerksystem nicht. Das ergab eine im Juli vom Marktforschungs-Institut "Focus" durchgeführte Umfrage unter knapp 400 Führerscheinbesitzern.

Vormerkdelikte unbekannt
Auch das Wissen über die 13 Vormerkdelikte ist gering. So glauben fälschlicherweise 37 Prozent der Befragten, dass Geschwindigkeitsübertretungen zu einem Eintrag im Führerscheinregister führen. Bei der Spontannennung der Delikte, die zu einer Vormerkung führen, wird Alkohol am Steuer mit 40 Prozent am häufigsten genannt. Gefolgt von zu hohem Tempo mit 37 Prozent, bei Rot über die Kreuzung fahren (20 Prozent), mangelnde Kindersicherung (15 Prozent), nicht Anhalten bei Zebrastreifen (13 Prozent) und Drängeln (neun Prozent).

Missachtung der Gurtpflicht und Telefonieren am Steuer zählen nicht zu den Vormerkdelikten, werden aber trotzdem von jeweils sechs Prozent der Befragten genannt. Mehr als ein Viertel der Auskunftspersonen konnte spontan kein Delikt nennen, das mit einer Vormerkung geahndet wird - im Jahre 2005 lag dieser Wert nur bei 14 Prozent.

Noch nie so geringes Wissen
Ungefähr die Hälfte der Befragten nennt den Führerscheinentzug als mögliche Konsequenz einer Vormerkung (im Vorjahr lag dieser Wert nur bei 42 Prozent). Nachschulungen sind einem Fünftel der Auskunftspersonen ein Begriff. Genaue Angaben über das Prozedere können aber nur wenig Befragte machen. Weniger als ein 20 Prozent der Befragten konnte spontan keinerlei Konsequenzen nennen (im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 25 Prozent).

Der Informationsstand zum Führerschein-Vormerksystem wird von "Focus" seit dem Jahr 2005 regelmäßig abgefragt. Der Wissensstand darüber war noch nie so gering wie 2008.

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