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Geisterfahrer will sich nicht mehr erinnern

Geschwister getötet

Geisterfahrer will sich nicht mehr erinnern

Der Geisterfahrer, der Mittwoch früh auf der Westautobahn (A1) im Bezirk Linz-Land stark alkoholisiert einen Geisterfahrerunfall mit zwei Toten verursacht hatte, will sich an den Hergang nicht erinnern können und bleibt bis auf Weiteres auf freiem Fuß. Er sei bisher unbescholten und habe auch keine einschlägigen Verwaltungsübertretungen begangen, so die Staatsanwaltschaft Linz.

Lenker will sich nicht mehr erinnern können
Der Mann habe nicht sagen können, wie er zum Geisterfahrer geworden ist, berichtete Behördensprecher Philip Christl. Der Lenker aus dem Bezirk Gmunden will nur mehr realisiert haben, dass ihm andere Autos entgegengekommen sind. In dem Moment, wo ihm bewusst geworden sei, dass er in der falschen Richtung unterwegs ist, kam es zur Kollision. Vor dem tragischen Unfall war der 56-Jährige seit 22.00 Uhr in zwei Lokalen und konsumierte dort reichlich Alkohol.

Die Nacht wird er noch im AKH Linz verbringen, ihm drohen bis zu drei Jahre Gefängnis. Der Oberösterreicher hatte sich bei dem Zusammenstoß die rechte Hand gebrochen und eine Kopfverletzung erlitten. Er ist seinen Führerschein los und wurde wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen angezeigt.

Im Bereich von Allhaming war der Mann falsch auf die A1 in Richtung Wien aufgefahren. Rund dreieinhalb Kilometer später krachte er kurz nach 2.30 Uhr frontal gegen den Wagen einer deutschen Familie. An beiden Pkw entstand Totalschaden. Vier weitere Fahrzeuge wurden von herumfliegenden Teilen beschädigt.

Sehen sie hier das Video vom Unfall:

Video zum Thema Geistfahrerunfall: 2 Kinder tot

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

Falsche Auffahrt nach Pause
Der 56-Jährige dürfte am Rastplatz eine Pause gemacht haben, danach falsch auf die Autobahn aufgefahren sein. Ein Autofahrer schlug Alarm, meldete den Geisterfahrer. 3,5 Kilometer weiter passierte gegen 2.30 Uhr der schreckliche Unfall.

Für Doruntina (9) und ihren Bruder Shkemp (20), er saß am Beifahrersitz, kam jede Hilfe zu spät. Ihr Vater (47) erlitt Schnittverletzungen, Mutter Lumturie (39), die bei ihrer Tochter im Fond saß, wurde schwerer verletzt. Die Eltern liegen im Welser Klinikum, werden von einem Kriseninterven­tionsteam betreut.

Diashow Schwerer Geisterfahrer-Crash auf der A1

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

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Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

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Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

Alko-Geisterfahrer rammt Pkw: 2 Kinder tot

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Geisterfahrerunfall auf A1: Zwei Kinder tot

Die wichtigsten Fakten rund um Geisterfahrer:

  • Hochsaison im Sommer: Insgesamt 363 Geisterfahrer wurden im Vorjahr in Österreich gezählt, wobei es im Juni und im Juli immer die meisten Falschfahrer gibt (im Schnitt 40). Derzeit ist also „Hochsaison“!
  • Die meisten auf A2 und A1: Die Südautobahn (A2) und die Westautobahn ziehen besonders viele Geisterfahrer an (65 bzw. 43 Meldungen 2013).
  • Niederösterreich vorn: Das Länderranking: Niederösterreich (97 Meldungen) liegt vor der Steiermark (75) und Tirol (55).
  • Die Hälfte ist alkoholisiert. „50 Prozent der Geisterfahrer haben Alkohol getrunken“, erklärt Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. 25 % der Falschfahrer sind verwirrt, 25 % fahren absichtlich falsch auf.
  • Weniger Tote: Während es 1998 noch zwölf Todesopfer durch Geisterfahrer gab, waren es 2013 „nur“ zwei.
  • Österreich vorn: Andere Länder haben weniger Probleme mit Geisterfahrern. In Italien oder Frankreich beispielsweise kann man wegen Mautstellen gar nicht falsch auffahren.

D.Müllejans

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