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Giftunfall in Schule: 23 Kinder im Spital

Salzburg

Giftunfall in Schule: 23 Kinder im Spital

Giftunfall-Alarm hat es heute, Montag, in der Neuen Mittelschule Schlossstraße im Salzburger Stadtteil Parsch gegeben. Ersten Informationen zufolge ist kurz nach 10.00 Uhr während des Unterrichtes eine Flasche mit Quecksilber umgestoßen worden. 23 Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren und insgesamt fünf Erwachsene wurden vom Roten Kreuz betreut. Sichtbare Verletzungen wurden nicht festgestellt.

Laut städtischem Informationszentrum ist bei einem Experiment im Unterricht ein gläsernes Laborgefäß mit Quecksilber zerbrochen. Die Lehrerin schickte die Kinder, die an der Schulstunde teilgenommen hatten, umgehend aus dem Raum. Eine Reinigungskraft habe dann die giftige Flüssigkeit mit dem Staubsauger entfernt, dabei sei das Quecksilber in der Luft verteilt worden, schilderte der stellvertretende Branddirektor der Berufsfeuerwehr, Reinhold Ortler.

Keine akuten Vergiftungserscheinungen
Bei den betroffenen Personen seien vorerst keine akuten Vergiftungserscheinungen festgestellt worden. Die Schüler der 3A-Klasse, zwei Lehrerinnen, zwei Reinigungsfrauen und der Hausmeister sollen zur Abklärung ins Landeskrankenhaus gebracht werden. Nach ersten Informationen besteht bei den Schülerinnen und Schülern kein Risiko einer Quecksilber-Belastung. Das Rote Kreuz war mit sechs Rettungsfahrzeugen im Einsatz. "Wir haben alle Kinder untersucht und es ist alles in Ordnung, es gibt keine Vergiftungen", sagte Beate Erfurth, Sprecherin der Salzburger Landeskliniken.

Laut Ortler hat es sich um eine geringe Menge Quecksilber - fünf bis zehn Kubikzentimeter - gehandelt. Als der Unfall passierte, waren seinen Angaben zufolge die 23 Schüler und zwei Lehrerinnen im Raum. Beim Einatmen des Quecksilbers könnten Vergiftungserscheinungen an den Atmungsorgangen auftreten. 14 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr wurden in die Schlossstraße beordert. "Wir stellen sicher, dass der betroffene Raum geschlossen bleibt und der Staubsauger nicht verwendet wird." Offenbar war eine zweite Reinigungskraft mit einem weiteren Staubsauger zu Hilfe geeilt. Ob auch damit das Quecksilber aufgesaugt wurde, stand vorerst nicht fest.

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