Schüsse auf Bus

© (c) Salzburg AG

"Heckenschütze" schoss mit Steinschleuder

Nach dem Schussanschlag auf einen O-Bus in der Stadt Salzburg am Donnerstagabend geht die Polizei nun eher von einem dummen Lausbubenstreich aus. Entgegen ersten Annahmen wurde im Fahrzeug doch kein Projektil gefunden. "Es wurde mit Sicherheit nicht mit einer Schusswaffe geschossen", sagte Andreas Huber, Kripochef in der Stadt Salzburg. Vermutlich sei mit einer Steinschleuder oder ähnlichem geschossen worden.

Passagiere haben den "Anschlag" gar nicht bemerkt
Um 16.27 Uhr zersprang im Bereich der Haltestelle Bachstraße eine Seitenscheibe hinter dem Lenker des Busses der Linie 4. Der Chauffeur, der zunächst die Ursache für den Glasbruch gar nicht erkannte, ersuchte die Fahrgäste, den Bus zu verlassen. Panik gab es keine, die meisten Insassen hätten den Vorfall gar nicht bemerkt, so Huber. Die Polizei nahm den Zwischenfall auf, danach fuhr der Lenker mit dem leeren Bus weiter zur Umkehr Langwied und von dort wieder stadteinwärts.

Zweiter Anschlag an gleicher Kreuzung
Als das Fahrzeug um 17.15 Uhr wieder zur Haltestelle Bachstraße kam, wurde dieses erneut beschossen, die Scheiben zweier Türen wurden getroffen. Das Sicherheitsglas zersprang nicht, wurde aber von unzähligen Sprüngen überzogen. "Es dürfte vom selben Standort aus im Bereich der Kreuzung geschossen worden sein", sagte Huber. Die Scheiben seien gar nicht durchschossen worden, die Projektile verursachten nur winzige Löcher. Die ursprüngliche Annahme, dass mit einem Flobert-Gewehr geschossen wurde, konnte Huber widerlegen. Denn die im Bus gefundene Patrone dürfte jemand verloren haben, sie hat sicher nichts mit den Schüssen zu tun. Der Kripo-Chef schließt auch aus, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf den Lenker handeln könnte.

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