Überschwemmungen

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Heftige Unwetter im ganzen Land

Über weiten Teilen Österreich sind seit Donnerstagabend schwere Unwetter mit heftigen Regenfällen niedergegangen. Besonders betroffen war Vorarlberg, wo die Feuerwehr vor allem in den Bezirken Dornbirn und Bregenz zu mehr als 200 Einsätzen ausrücken musste.

Das Wetter in den kommenden Tagen!

Laut der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg mussten vor allem Keller oder Garagen ausgepumpt werden, weil Bäche durch Starkregen über die Ufer getreten waren. In Dornbirn, Schwarzach, Wolfurt, Bildstein, Alberschwende und Hard waren die Feuerwehrleute im Dauereinsatz.

Chaos in Vorarlberg
Die Starkniederschläge in der Nacht auf Freitag haben in Vorarlberg ein Verkehrschaos angerichtet. Infolge der abschnittweisen Sperre der Rheintalautobahn (A14) und der Vorarlberger Straße (L190) waren zwei leistungsstarke Verbindungen nach Bregenz nicht benützbar. Dementsprechend gab es kilometerlange Staus und ein Vorwärtskommen nur im Schritttempo. Es war mit einem Zeitverlust von rund zwei Stunden zu rechnen. Regeneinsätze der Feuerwehr gab es am Vormittag aber nur noch vereinzelt. Inzwischen wurde die A14 wieder freigegeben.

Dornbrin besonders betroffen
Vom Starkregen besonders betroffen war die Region Dornbirn, demzufolge stand die A14 bei Dornbirn-Nord in Richtung Deutschland auf einer Länge von 100 Metern unter Wasser und musste gesperrt werden. Ebenfalls nicht befahrbar war die L190 zwischen Lauterach und Bregenz. Als "Nadelöhr" nach Bregenz blieb damit die Verbindung über Lustenau und Hard offen. Aufgrund der Verkehrsüberlastung kam man aber auch dort nur langsam voran. Kurz nach 8.00 Uhr reichte der Stau schon in das über zehn Kilometer von Bregenz entfernte Lustenau zurück.

Über Nacht wurden die Vorarlberger Feuerwehren zu hunderten Einsätzen gerufen. Rund 850 Feuerwehrleute kämpften gegen die Wassermassen. "Wir stehen jetzt bei 270 Einsätzen", hieß es um 8.30 Uhr bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL). Zu dieser Zeit hatte der Regen aber bereits stark nachgelassen bzw. ganz aufgehört. "Es gibt einen deutlichen Rückgang an Alarmierungen. Die Situation müsste sich jetzt deutlich entspannen", zeigte man sich bei der RFL optimistisch.

Windhose riss Zelt von Urlaubern weg
Eine Windhose hat auf einem Campingplatz in Bregenz das Zelt einer britischen Familie aus der Verankerung gerissen. Während die 48-jährige Mutter dabei verletzt wurde, kamen der Familienvater, die zwei Kinder und das Kindermädchen mit dem Schrecken davon, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Die Frau wurde mit der Rettung ins LKH Bregenz gebracht, die anderen Familienmitglieder fanden bei einem in der Nähe des Campingplatz' wohnenden Bregenzer Unterkunft.

Sowohl die vierköpfige Familie als auch das Kindermädchen hielten sich in dem Zelt auf, als es gegen 18.45 Uhr von der Windhose erfasst wurde. Das große, schwere Zelt wurde durch den Luftwirbel stark beschädigt.

122 Liter pro Quadratmeter
Nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Bregenz fielen in der Landeshauptstadt in den vergangenen 24 Stunden 121,9 Liter pro Quadratmeter. Das ist ein Wert, wie er statistisch nur alle 30 Jahre verzeichnet wird. In Alberschwende im Bregenzerwald waren es 106,8 Liter, in Dornbirn 104,6 Liter.

Murenabgänge in Tirol
In Tirol gab es nach Regenfällen in den an Vorarlberg angrenzenden Bezirken Probleme. Muren und kleinere Hangrutsche sorgten laut Polizei für vorübergehende Straßensperren im Außerfern und im Bezirk Landeck. Verletzt wurde niemand.

Bei Reutte traten Bäche über die Ufer und überfluteten die Planseelandesstraße. Bei Nesselwängle behinderten abgegangene Steinbrocken die Bundesstraße.

Im Bezirk Landeck stürzte in der Nacht auf der Silvrettabundesstraße (B188) bei Sesselebene (Gemeinde See) und Ischgl Geröll auf die Fahrbahn. Behinderungen wurden außerdem auf der Reschenbundesstraße (B180) bei Landeck-Süd und auf der Serfauser Landesstraße nach einem Hangrutsch gemeldet.

Unwetter in der Steiermark
Auch in der Steiermark gab es Unwetter. In Riegersburg, Bezirk Feldbach, schlug ein Blitz in einem Einfamilienhaus ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Das Feuer wurde umgehend gelöscht, die Schäden hielten sich in Grenzen, Personen wurden nicht verletzt.

Burgenland: Feuer nach Blitzeinschlägen
Auch im Burgenland haben Gewitter in der Nacht auf heute, Freitag, den Feuerwehren vereinzelt Einsätze beschert. In Henndorf (Bezirk Jennersdorf) führte ein Blitzschlag zu einem Gebäudebrand. In Markt Allhau (Bezirk Oberwart) musste ein umgestürzter Baum beseitigt werden, der eine Straße blockierte. In Hornstein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) drang wegen eines undichten Daches durch die Decke Wasser in ein Haus ein.

In Mühlgraben (Bezirk Jennersdorf) rückten Feuerwehrleute am späten Donnerstagabend zu einer Fahrzeugbergung aus. Wenig später gab es für ihre Kameraden in Henndorf Brandalarm, nachdem ein Blitz in das Dach eines Wirtschaftsgebäudes eingeschlagen hatte. Die Feuerwehren aus Jennersdorf und Henndorf konnten das Feuer, das gegen 0.45 ausgebrochen war, rasch löschen. Um 2.02 Uhr wurde "Brand aus" gegeben, kurz nach 3.00 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte wieder einrücken.

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