Helden der Hitze schuften bei 43 Grad Helden der Hitze schuften bei 43 Grad

Brutale Hitzewelle

© TZ Österreich / Singer

© oe24-Leserreporter Karl Rauchberger

Helden der Hitze schuften bei 43 Grad

Seiten: 12

Jeden Tag steht er im Hitze-Sandwich: Vor ihm 180 Grad heißer Asphalt, über ihm die Grill-Sonne. Helmut Schartz, Arbeiter bei der Firma Porr. Auch am Rekordtag standen er und sein Asphaltierer-Team auf der Baustelle in der Rußberg­straße in Wien-Floridsdorf: „Keiner von uns verwendet Sonnenschutz, Cola als Kühlwasser reicht“, lacht er.

Hitze ist er gewohnt, hält er seit Jahren aus, doch gestern war’s auch ihm (fast) zu viel: „Manchmal wird’s unerträglich.“

Diashow Hitze-Helden bei der Arbeit
Hitze-Helden bei der Arbeit

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Asphaltierer bei 38 Grad im Einsatz auf einer Wiener Baustelle.

Hitze-Helden bei der Arbeit

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Asphaltierer Helmut Schartz auf der Baustelle Rußbergstraße in Wien-Floridsdorf.

Hitze-Helden bei der Arbeit

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Jedermann bei 58 Grad auf der Bühne: Birgit Minichmayr auf dem Domplatz in Salzburg. Dank Sonne, Scheinwerfer und Pyrotechnik Höchsttemperatur.

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Heiße Fahrt in Wiens City bei 37°C: V. Sokolovs (51) Wagen glüht.

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36 °C: Fiaker „Baron“ vorm Wiener Stephansdom.

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Schwerarbeit bei 35 Grad auf einer Wiener Baustelle.

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Ab 35 Grad: Keine Arbeit mehr auf Baustellen
Rund 200.000 Österreicher arbeiten am Bau. Extrem aggressive Sonne und Affenhitze gefährden ihre Gesundheit. Kaum ein Arbeiter verwendet Sonnenschutz, praktisch keiner trägt UV-Brillen oder Kopfbedeckung: „Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt bedrohlich an“, warnt Josef Muchitsch, Chef der Gewerkschaft Bau-Holz.

Er fordert: „Hitzefrei für unsere Arbeiter bei mehr als 35°C!“ „Bauarbeiter sind keine Baumaschinen, wo man Kühlflüssigkeit nachfüllen kann“, ist sein Argument: Die Baustellen sollen zumindest am Nachmittag geschlossen werden: „Ab 14 Uhr ist es am schlimmsten“, sagt Muchitsch, „wir können ja früher anfangen“. Statistisch gesehen gibt es pro Jahr 4,5 Tage über 35°C.

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Hoch "Achim" grillt uns bis Sonntag  
Während vom Westen das Tief „Xenia“ das Wettergeschehen bestimmt, sorgt Hoch „Achim“ dafür, dass besonders heiße Sahara-Luft von Afrika über Italien nach Mitteleuropa zieht – Österreich ist damit Mittelpunkt der Hitzewelle in Europa, die erst am Samstag nachlassen wird.

Satte 43 °C – Sommerrekord
Gemessen wurde die Affenhitze gestern um 16 Uhr am Wiener Praterstern – damit war der Montag offiziell heißester Tag des Jahres. Auf Platz zwei in der Sommer-Hitze-Rekordskala die Jedermann-Bühne in Salzburg: 40 Grad wurde im Publikum angezeigt, fast unmenschliche 58 Grad hatte es auf der Bühne, die den ganzen Tag über direkt in der Sonne glühte. Gespielt ist trotzdem worden.

Auf Platz drei lag Gmünd in Niederösterreich: 38 Grad, ein nahezu tropisches Klima. Das ganze Land stöhnte unter der Hitze, wer konnte, flüchtete ins Bad. Schulter an Schulter drängten sich die Massen, Hochbetrieb an allen Seen und Bädern, obwohl es Montag war und die Urlaubszeit schon fast zu Ende ist.

Sturm auf die Bäder auch
 für Dienstag erwartet
Allein in Wien stürmten 70.000 Menschen ins kühle Nass. Der Hitzerekord am Montag war allerdings erst der sanfte Auftakt: Die ganze Woche über wird es heiß bleiben, erst am kommenden Sonntag kühlt es wieder ab. Zwischen Tirol und dem westlichen Niederösterreich kann es am Dienstag Nachmittag einzelne Gewitter geben.

Ebenso geht es am Mittwoch weiter: Schwül, bei bis zu 34 °C und gewittrig. Rekordhitze ist erst wieder am Samstag zu erwarten: Die Quecksilber-Säule wird abermals über die 30-Grad-Grenze steigen.

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