Heldin stoppt U-Bahn-Bande

Fahrgast bestohlen

Heldin stoppt U-Bahn-Bande

„Die Bande war extrem gut organisiert und ging arbeitsteilig vor. Einer stieg ein, ein anderer aus“, ist Zeugin Nuray B. (36) noch immer fassungslos.

Gemustert
Die dreifache Mutter stieg in der Nacht auf Samstag am Südtiroler Platz in die U1 ein, als sie bemerkte, dass mehrere Südländer einen schlafenden Niederösterreicher (56) von oben bis unten musterten.

„Dann haben sich zwei Jugendliche neben den Mann gesetzt und begonnen, ihm die Wertsachen zu stehlen“, sagte Nuray B.: „Als sie bemerkten, dass ich telefonieren wollte, hat sich einer zu mir gesetzt und auch mich genau gemustert. Dabei hat er mich mit rot angelaufenen Augen angegrinst.“

Aufgewacht
Währenddessen versuchten die Diebe, ihrem schlafenden Opfer auch die Uhr vom Handgelenk zu ziehen. Dabei wachte der 56-Jährige auf, und die Bande ging im Waggon weiter nach vorne. Die Zeugin und ehemalige Buslenkerin der Wiener Linien fragte das Opfer, ob es Hilfe benötige und fuhr mit ihm zur Polizei.

Gang nach Einvernahme erneut in U1 getroffen

Als B. nach der Einvernahme wieder in die U-Bahn einstieg, traute sie ihren Augen nicht. Sie traf erneut auf die U-Bahn-Bande. „Ich habe die Polizei gerufen und bin ausgestiegen.“

Haft
In der Station Großfeldsiedlung stoppte die Polizei den Zug. Drei Gang-Mitglieder – zwei Rumänen (26, 30) und ein Asylwerber (17) aus Algerien – wurden festgenommen und bei einer Gegenüberstellung im Wachzimmer von der 36-Jährigen zweifelsfrei wiedererkannt.

(kuc)

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