Hilfe! Was können wir noch essen?

Wurst, Schnitzel & Co.

Hilfe! Was können wir noch essen?

Die Extrawurst auf der Frühstückssemmel, die Käsekrainer in der Mittagspause, das Wiener Schnitzel am Abend. Dass zu viel Fleisch nicht gesund ist, wussten wir schon lange. Diese Woche allerdings versetzte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) die Welt mit einer Horrormeldung in eine Schockstarre. Verarbeitetes Fleisch sei demnach krebserregend, rotes Fleisch möglicherweise. Zehntausende Menschen würden so jedes Jahr nach dem übermäßigen Verzehr von gepökeltem, geräuchertem oder anders haltbar gemachtem Fleisch an Krebs erkranken, 34.000 von ihnen sogar daran sterben, erklärten die Forscher.

Inzwischen ruderten die Wissenschaftler wieder zurück und erklärten: „Wir meinten natürlich nicht, dass man jetzt ganz auf Fleisch verzichten soll.“ Aber die Unsicherheit bleibt. ­ÖSTERREICH hat daher bei Ernährungsexperten nachgefragt. Einhelliger Tenor: Es gibt Lebensmittel, die uns zwar nicht umbringen, auf die wir aber wirklich lieber verzichten sollten.

Fertiggerichte, Zucker und Salz nur in kleinen Dosen!
„Wenn möglich, sollte man auf rohen Fisch ganz verzichten, rohes Fleisch innerhalb eines Tages verzehren“, erklärt Petra Lehner vom Gesundheitsministe­rium. Julia Pabst (Resize-In­stitut in Wien) warnt im ÖSTERREICH-Interview vor Weißmehlprodukten und Fertiggerichten, die oft zu viel Salz und versteckten ­Zucker enthalten (siehe unten). Fix auch: Fast alles, auch Alkohol, Fett und Koffein, ist erlaubt, sollte aber unbedingt in Maßen genossen werden.

Lesen Sie in der Sonntagsausgabe von ÖSTERREICH: Das ist der perfekte Ernährungstag, und das sind die gesündesten Lebensmittel.

Ernährungsexpertin: "Das richtige Maß ist entscheidend"

Expertinnen Julia und Ursula Pabst beraten in ihrem Institut bei allen Ernährungsfragen. ÖSTERREICH hat mit den beiden gesprochen.

ÖSTERREICH: Gibt es Lebensmittel, die tatsächlich gefährlich sind?

Julia Papst: Gäbe es „gefährliche“ Lebensmittel oder Stoffe, die Lebensmitteln zugesetzt werden können, dann wären diese verboten. Das richtige Maß ist hier viel wichtiger als pauschale Vorverurteilungen mancher Lebensmittel.

ÖSTERREICH: Was macht unsere aktuellen Ernährungsgewohnheiten so ungesund?

Papst: Zu viel Fertiges, zu viel Convenience, zu viel Nebenbei, würde ich sagen, sind das Problem. Gerade in Fertigprodukten steckt oft zu viel an Salz und verstecktem Zucker.

Vorsicht bei diesen zehn Lebensmitteln
Eine US-Studie warnt vor Sushi, Chips & Co.
Roher Fisch. In Fisch und Meeresfrüchten lassen sich immer wieder Spuren des Nervengifts Arsen nachweisen.

  • Weißbrot. Hier sind einfache Kohlenhydrate enthalten – nur billige Sattmacher.
  • Softdrinks. Besitzen im Schnitt viel zu viel Zucker.
  • Pommes frites. Sie enthalten Acrylamid und können krebserregend sein.
  • Light-Produkte. Hier werden Fett und Zucker durch Aromen und Geschmacksstoffe ersetzt.
  • Fertigprodukte. Werden meist mit zu viel Zucker und Salz produziert. Lieber selbst frisch kochen!
  • Margarine. Ist deutlich ungesünder als Butter!
  • Kartoffelchips. Zu viel Salz, Fett und Geschmacksverstärker.
  • Eiweißriegel. Keinesfalls ausgewogener oder kalorien­ärmer als ein normaler Schokoriegel.
  • Instant-Zitronensaft. Ist völlig frei von Vitaminen.
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