Sonderthema:
In Österreich bebte 50 mal die Erde

Erdbeben in Österreich 2010

 

In Österreich bebte 50 mal die Erde

Erdbeben und Österreich - das passt nicht zusammen. Oder etwa doch? Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien wurden allein in diesem Jahr 50 spürbare Erschütterungen registriert. Und nicht nur das: In seltenen Fällen gab es sogar Gebäudeschäden zu vermelden. Das stärkste Beben wurde übrigens in Schwaz (Tirol) mit 4,0 auf der Richter-Skala gemessen.

Von den 50 Erdbeben, die 2010 von der Bevölkerung verspürt und der ZAMG gemeldet worden waren, ereigneten sich allein 20 in Tirol, zehn in Kärnten, acht in Niederösterreich und je vier in Oberösterreich und der Steiermark. Vier Erschütterungen hatten ihr Epizentrum in den Nachbarländern Liechtenstein, Italien (Südtirol) und Ungarn.

Bis zur Jahresmitte war es unter Österreichs Erdoberfläche verhältnismäßig ruhig, nur zwölf Beben wurden registriert. Doch dann häuften sich die Ereignisse: Am 9. Juli wurde Imst in Tirol um 8.28 Uhr von einem Beben der Richter-Magnitude 3,3 mit einer Intensität von bis zu fünf Grad der zwölfstufigen Europäischen Makroseismischen Skala (EMS) erschüttert, gefolgt von einem schwächeren Nachbeben der Richter-Magnitude 2,8 knapp sechs Stunden später.

Am 24 Juli ereignete sich um 18.46 Uhr ein Beben bei Arnfels im Bezirk Leibnitz (Steiermark), das eine Richter-Magnitude von 3,0 aufwies und bei einer maximalen Intensität von fünf Grad EMS einzelne leichte Gebäudeschäden verursachte. Am 30. August bebte um 6.10 Uhr die Erde in Feldkirchen in Kärnten. Diese Stöße erreichten bei einer Richter-Magnitude von 2,8 eine Epizentralintensität von bis zu fünf Grad EMS, wobei auch ein leichter Schadensfall gemeldet wurde.

Auch in nördlicheren Gefilden rumpelte es im Untergrund: Am 11. Oktober gab es um 21.08 Uhr ein Beben nordöstlich von Melk in Niederösterreich, das zwar nur eine Richter-Magnitude von 2,3 aufwies, aufgrund des nur drei Kilometer tief gelegenen Bebenherdes wurde jedoch eine lokale Intensität von fünf Grad EMS erreichte.

Nur acht Tage später dann das "Rekordbeben 2010": Um 2.38 Uhr wurden bei Schwaz in Tirol Erdstöße mit einer Richter-Magnitude von 4,0 gemessen. Doch wegen der für Österreich eher großen Herdtiefe von 14 Kilometern erreichte das Beben lediglich eine Epizentralintensität von fünf Grad EMS. Dieses Ereignis wurde von mehr als 1.100 Personen an den Erdbebendienst gemeldet und bildete den Höhepunkt einer Serie, die am 12. Oktober begonnen hatte und bis zum 27. Oktober insgesamt 432 Beben umfasste, von denen mindestens neun von der Bevölkerung verspürt wurden.

 Am 25. Oktober bebte um 22.00 Uhr in Liechtenstein, also nahe Feldkirch (Vorarlberg), die Erde. Die Erschütterungen erreichten eine Richter-Magnitude von 3,1 und eine Epizentralintensität von fünf Grad EMS, wobei vereinzelt auch leichte Schäden an Gebäuden entstanden. Dieses Beben wurde von 234 Personen gemeldet.
 

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