Islam-Zentrum

© Sascha Trimmel

"Haben für alle ein offenes Haus"

Wiener Neustadt. Fevzi Demir (36), Chef des Kulturvereines „Havas“, der das islamische Kulturzentrum am Stadtrand von Wr. Neustadt leiten soll, versteht die Aufregung um den Bau nicht.

ÖSTERREICH: Herr Demir, wann haben Sie sich entschlossen, das besagte Grundstück zu kaufen und dort Ihr Zentrum zu bauen?

Demir: Die Entscheidung fiel im September 2009, dann sind wir aufs Bauamt gegangen und haben die Pläne vorgelegt. So wie jeder Bürger der Stadt es tun muss.

ÖSTERREICH: Die Angelegenheit wurde erst jetzt zum Politikum, können Sie das verstehen?

Demir: Nein, überhaupt nicht. Wir sind kein radikaler islamistischer Verein. Wir wollen zum Beispiel nur, dass unsere Kinder auch eine ordentliche Ausbildung haben.

ÖSTERREICH: Das bietet keine Schule in der Stadt?

Demir: Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Türkische Kinder mit Sprachschwierigkeiten in Deutsch haben in herkömmlichen Schulklassen keine Chance. Die Lehrer können dort nicht auf jedes einzelne Kind eingehen. Da bieten wir die Hilfestellung.

ÖSTERREICH: Anrainer wie auch einige Politiker haben Angst, dass in Ihrem Zentrum vor allem radikaler Islam gelehrt wird.

Demir: Die Skeptiker können gerne vorbeischauen und sich vom Gegenteil überzeugen. Unser Haus steht allen Religionen und Nationen offen.

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