Jetzt droht Gelsen-Invasion

Nach Überflutungen

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Jetzt droht Gelsen-Invasion

„Es wird so schlimm wie noch nie.“ Gelsenexperten prophezeien für die kommenden Wochen eine wahre Invasion der lästigen Blutsauger. Zoologe Bernhard Seidel kennt das Brutverhalten der Insekten genau: „Gefährdet sind alle Gebiete im Flachland, die vom Hochwasser betroffen sind und schon im Frühjahr von den Plagegeistern heimgesucht wurden.“

Weibchen stechen
Wobei es zwei verschiedene Arten – es stechen übrigens nur die Weibchen – auf den Lebenssaft der Menschen abgesehen haben. Die Hausgelsen sind fast das ganze Jahr über aktiv und überwintern in Gebäuden.

Ideale Lacken
Ihre gleichsam in freier Wildbahn jagenden Verwandten, die sogenannten Überschwemmungsgelsen, sind jedoch, wie ihr Namen schon sagt, auf stehendes Wasser angewiesen, um sich fortzupflanzen. Heuer gibt es nach der Flut und den Gewittern genug Lacken und Pfützen. Daher klappt es auch mit dem Nachwuchs, sind sich Gelsenforscher sicher: „Die Bedingungen sind heuer einfach ideal, es wird Unmengen der Blutsauger geben.“ Noch dazu leben in den Hochwasser-Lacken keine natürlichen Fressfeinde der Insekten, wie Käfer oder andere Räuber, die normalerweise den schmackhaften Larven nicht widerstehen können. Sie kommen nur in Biotopen vor und dezimieren hier den Gelsennachwuchs empfindlich.

Lichtblick
Einziger Lichtblick: Der Reigen der Vampir-Insekten könnte bereits nach rund drei Wochen wieder vorbei sein. Bernhard Seidel: „Denn länger leben die Tiere in der Regel nicht.“ (mah)

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