Jungkicker wegen Foul von Gericht verurteilt

Krems

Jungkicker wegen Foul von Gericht verurteilt

Ein Foul bei einer U17-Partie hat einen jungen Fußballer in Krems vor Gericht gebracht: Der 16-Jährige wurde - nicht rechtskräftig - wegen Körperverletzung zu vier Monaten bedingt verurteilt und muss dem Opfer 500 Euro Schmerzensgeld zahlen, berichteten die "NÖN" (Niederösterreichische Nachrichten). Die Verteidigung berief: "Das war eine Spiel- und Sportverletzung."

"Es war ein Freistoß für uns und ich wollte mich für einen Köpfler freilaufen, da bekam ich einen Ellbogencheck ins Gesicht. Zu einem Kopfballduell ist es gar nicht gekommen", schilderte der 16-Jährige, der am Mund und an der Nase verletzt worden war, laut der Wochenzeitung. Der beschuldigte Kicker sprach von einem Zusammenstoß ohne böse Absicht. Der als Zeuge befragte Schiedsrichter erinnerte sich an ein "ruppiges, foulbetontes" Spiel, in dem er so manche Strafkarte gezückt habe. Wie es zu der Verletzung kam, habe er nicht gesehen.

Dass das Kremser Urteil richtungsweisend werden könnte, glaubt man beim NÖ Fußballverband nicht, hieß es in dem Bericht. Normalerweise würden Verletzungen unter Sportrisiko fallen. "Solche Urteile sind zwar nicht die Regel, gibt es aber immer wieder. Der Fußballplatz ist eben kein rechtsfreier Raum", erklärte Thomas Hollerer, Rechtsexperte beim Österreichischen Fußballbund, in dem Bericht.

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