30. September 2012 08:40

Sechs Tote  

Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt

Zwei Überlebende - Zweimotorige Cessna wollte nach Valencia

Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
© zeitungsfoto.at
Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
© zeitungsfoto.at

Der Absturz einer zweimotorigen Cessna oberhalb von Ellbögen im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land hat Sonntag früh sechs Menschenleben gekostet. Zwei Insassen überlebten das Unglück. Insgesamt waren acht Personen an Bord der Maschine, die nach Valencia (Spanien) unterwegs war.

Im dichten Nebel ist die Maschine 90 Grad vom Kurs abgekommen
Der Pilot, er wurde ebenfalls getötet, dürfte aus Zell am See stammen. Er nahm in Innsbruck die aus dem Zillertal (Bezirk Schwaz) stammenden Passagiere an Bord der Cessna mit der Kennung "N738W" und startete um 6.50 Uhr. Die Gruppe machte sich auf den Weg nach Valencia um sich das Motorradrennen an zu schauen. Laut Polizei sei kein Notruf abgesetzt worden. Unmittelbar nach dem Start habe es über Funk einmal Kontakt mit dem Piloten gegeben. Wenig später sei die Cessna vom Radar verschwunden. Im dichten Nebel ist die Maschine 90 Grad vom Kurs abgekommen.

Tirol: Kleinflugzeug abgestürzt
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Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
Wolfgang Fürweger ist für ÖSTERREICH am Unfallort
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Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
Rotes Kreuz teilt mit: Zwei Überlebende - Insgesamt acht Insassen.
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Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
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Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
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Rotes Kreuz teilt mit: Zwei Überlebende - Insgesamt acht Insassen.
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Rotes Kreuz teilt mit: Zwei Überlebende - Insgesamt acht Insassen.
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Kleinflugzeug in Tirol abgestürzt
Rotes Kreuz teilt mit: Zwei Überlebende - Insgesamt acht Insassen.

Um 7.12 Uhr gab der Flughafen die Information an die Leitstelle weiter, dass im Wipptal eine Maschine außer Kontrolle geraten sei, berichtete der Chef des Landeskriminalamtes Walter Pupp. Wenige Minuten später hörte ein Jäger auf einem Hochstand Motorengeräusche des Flugzeuges und den Einschlag. Beim Eintreffen an der Unfallstelle brannte das Wrack, einer der Überlebenden kam ihm an dem zehn Meter von der Unglücksstelle entfernten Forstweg entgegen. Der zweite Überlebende lag mit schweren Verbrennungen in einem Steilstück des Waldes.

Bereits um 7.42 Uhr waren dann die ersten Helfer an Ort und Stelle. Die sechs Toten befanden sich im Wrack. Das Feuer in dem Waldstück konnte von Feuerwehrleuten gelöscht werden. Die zwei Überlebenden, überlebten deshalb, weil sie aus der Maschine geschleudert wurden.

Wegen des Schlechtwetters musste ein Hubschrauberflug abgebrochen werden. Die Hilfsmaßnahmen durch Rotes Kreuz und Feuerwehren erfolgten vom Boden aus. Die Absturzstelle wurde von der Polizei zum Sperrgebiet erklärt. Tatortermittler waren mit den Untersuchungen beschäftigt. Zur Klärung sollte eine Flugunfallkommission eingesetzt werden.

Bei einem Lokalaugenschein von Medienvertretern vier Stunden nach dem Unglück in 1.612 Metern Höhe stieg immer noch Rauch aus der Cessna auf. Die Leichen waren zur Obduktion nach Innsbruck gebracht worden. Deutlich zu sehen war trotz des immer noch herrschenden Nebels ein Teil der rund 100 Meter langen Schneise, die die Maschine durch den Wald gezogen hatte. Auf dem steilen Hang war die Cessna schließlich in Flugrichtung Osten aufgeschlagen.

Im Einsatz standen rund 100 Mann der Feuerwehr, 70 Mann der Rettung und 20 Polizeibeamte, sowie zwölf Kriminalbeamte. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes kümmerte sich um die Angehörigen, die in einem Gebäude in der Nähe der Landespolizeidirektion in Innsbruck zusammengekommen waren.

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Krisenintervention in Zell am Zoller




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6 Postings
captain2309 meint am 30.09.2012 17:39:57 ANTWORTEN >
just4inf@Trotzdem! Warum bezeichnet man ein achtsitziges 2-motoriges Geschäftsreiseflugzeug als Kleinflugzeug.Den Zweistrahler habe ich angenommen,bevor das Kennzeichen des Flugzeuges offiziell bekannt war und ich von einer Citation od. ähnl. ausgegangen bin.Mea culpa.Die Cessna 414 mit ca. 3to TOW ist weder klein noch ein "Kleinflugzeug". Eine Kategorisierung, welche sich im "Ahnungslosjournalismus" etabliert hat,die es aber in keinster Weise gibt. Solche Katastrophen sind immer schrecklich und das menschliche Leid und welche Zäsuren, es bei den Hinterbliebenen und Überlebenden verursacht,ist unermesslich. Nichtsdestotrotz wird die mit der Kategorisierung "Leichtflugzeug" bei den Medienbegriffen mit den Begriffen "Ahnungslos und Leichtsinn" jongliert. Wer ein Flugzeug, wie die Cessna 414 fliegen darf, hat einen teuren und lernintensiven Pilotenwerdegang hinter sich, wer diese Lizenz dann auch kommerziell nutzt, hat mit den üblichen Verdächtigungen schon garnichts am Hut. Die offiziellen Untersuchungen werden klarstellen, was passiert ist.
Gfrast meint am 30.09.2012 16:56:23 ANTWORTEN >
in IMC kein VFR Departure zu machen endet meistens im Wald..klassischer Fall von CFIT
Gfrast meint am 30.09.2012 20:40:14
meinte natürlich IFR Departure
captain2309 meint am 30.09.2012 09:22:02 ANTWORTEN >
Warum bezeichnet man ein zweistrahliges, ca. 30Mill- € teures Geschäftsreiseflugzeug als Kleinflugzeug?
@n captain2309 (GAST) meint am 30.09.2012 15:53:44
..ist es das einzige, was dich zu diesem unglückl beschäftigt, weshalb und warum....

MIch berührt der unglücksfall und das psychische leid, der hinterbliebenen...
mein beileid...
just4info (GAST) meint am 30.09.2012 12:59:22
Naja die Cessna 414 hat mal keine Strahlentriebwerke!! sondern besitzt 2 normale Kolben-Propellermotoren und 30 Millionen sind etwas sehr weit hergeholt.
Daher dürfte der Begriff Kleinflugzeug dann schon druchgehen.
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