Kokain aus Justizlager in Bordellen verkauft

Beweismittel

© APA/Pfarrhofer

Kokain aus Justizlager in Bordellen verkauft

Die Verhaftung des Vize-Chefs der Verwahrstelle im Wiener Landesgericht sorgt nicht nur in der Justiz für Kopfschütteln. Wie berichtet, soll der 52-jährige Herr über die Depositenkammer – dort werden sichergestellte Beweisstücke wie Waffen und Drogen gelagert – zumindest vier Kilo Kokain gestohlen und durch Mehl ersetzt haben.

Rotlicht
Mittlerweile ist die Korruptionsstaatsanwaltschaft (BAK) mit dem peinlichen Fall befasst. Ermittlungen haben ergeben, dass der Verdächtige das Suchtgift an den Freund seiner Schwester weitergegeben hat. Staatsanwalt Friedrich König: „Und der wieder steht dem Rotlicht-Milieu nahe.“ Sprich: Die vier Kilo Kokain sind wohl in der Barszene und in Bordellen gelandet. Auch die Schwester und der mutmaßliche Dealer sitzen bereits in U-Haft.

Festung
Gerichtspräsident Friedrich Forsthuber hat nicht nur mit der fristlosen Entlassung seines ranghohen Mitarbeiters prompt reagiert. Nach Auffliegen der Affäre wird er sofort auch die Depositenkammer neu organisieren. Bis Ende März geplant: Der Umbau zu einer „Hochsicherheits-Festung“ – mit modernster Videoüberwachung und rigoroser Zutrittsbeschränkung. Auf 2.000 Quadratmetern sind dort bis zu 15.000 Gegenstände gelagert.

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